Montag, 31. Dezember 2007
Winterspaziergang
Sonntag, 30. Dezember 2007
Samstag, 29. Dezember 2007
Das war "Warten auf Weihnachten mit Jonas"
Die Quickpages in den herrlichen gedeckten Farben stammen aus dem "QP Calendar" vom Creative Team of HM Scraps Design" und die Quickpage mit den Nikolausfotos ist vom Creative Team Mari Liess und heißt "Precious Christmas".


Anika
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Sehr verspäteter 24. Dezember

Nun ist Weihnachten schon fast vorbei und ich schaff es so grad noch, das letzte Türchen einzustellen! In der Nacht zum 24. hatte ich noch keine so rechte Idee, was es denn sein soll. Am 24. selbst hatte ich gar keine Zeit und dann war es ja auch schon zu spät... Gestern lag ich mit ner Erkältung flach - sehr passend, wenn die ganze Familie zum Kaffee und zur Bescherung kommt! Aber es war halt nicht zu ändern...
Heiligabend konnte Jonas gar nicht einschlafen, da hab ich ihm dann gegen 22 Uhr, als er schon einige Zeit bei uns im Wohnzimmer verbracht hatte, eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Beim Lesen hab ich die vielen Rechtschreibfehler bemerkt, ich hoffe, ihr seht drüber hinweg ;-)
Zur Weihnachtszeit
Dicht verschneit lag die Winterwelt wie im Traum. Die Zweige der Bäume trugen eine schwere Last, tief drückte sie der Schnee herab so das manches Zweiglein brach. Tief im Winterwald hinter der letzten Schonung befand sich das Reich des Weihnachtsmannes. Fleißig hatten das ganze Jahr über die Wichtel geholfen, dass die Kinder zur rechten Zeit ihre Gaben unter dem Tannenbaum vorfinden würden. Hier bekam ein Schaukelpferd einen neuen Schwanz, dort erhielt Puppe Lise herrlich blonde Zöpfe, ein anderer Wichtel war damit beschäftigt die Bausteine für Paulchen bunt zu bemalen. Ein Blick in den Kalender verriet, dass Sonntag der 1. Advent sei.
Mitten in der Weihnachtswerkstatt stand nun der Weihnachtsmann mit einem großen Postsack, aus ihm zog er die Wunschzettel der Kinder und las einen nach dem Anderen vor. Die Wichtel hatten einen großen Kreis um den Alten gebildet und waren nun damit beschäftig, flick wie die Wiesen die vorgelesenen Gaben zu holen. Auf einem großen Tisch lagen viele Rollen Geschenkpapier und fleißige Wichtel verschnürten eins, zwei drei all die schönen Gaben und versahen sie mit Namen, damit ja kein Geschenk verwechselt wurde. Schwer beladen stand nun der Schlitten für seine weite Fahrt bereit. Jeden Abend brachte der Weihnachtsmann höchstpersönlich seinem Schimmel eine extra Portion Hafer, damit er für die Fahrt zu den Kindern auch gut gestärkt sei. Nachdem Knecht Ruprecht die Stiefel der Kinder gefüllt hatte, brachte er die letzten Wunschzettel von der Erde mit. In der Weihnachtsmannwerkstatt war man seit vielen Jahren darauf vorbereitet. Jedes Jahr mitten im Dezember erwartete man Knecht Ruprecht als guten Gast. Auch sein Esel hatte einen festen Platz neben dem Schimmel im weihnachtlichen Stall. So saßen die beiden Alten gemütlich am Kamin um ihre Erlebnisse auszutauschen. Nachdem auch die letzten Gaben gut verpackt auf dem Schlitten lagen, holte der Weihnachtsmann seinen Schimmel aus dem Stall und spannte ihn vor seinen Schlitten. "Nun zeig mal, dass du den Weg zur Erde noch immer kennst. Komm spurte dich, damit wir alle Kinder zur rechten Zeit erreichen" meinte er schmunzelnd. Fröhliches wiehern war die Antwort. Denn nichts fand er so schön, wie jährlich zu den Kindern zu reisen. Hier und da hatten sie ein Bund Stroh oder ein Möhre für ihn hingelegt. So wusste der gute Schimmel, dass die Kinder nicht nur auf ihre Gaben warteten sondern auch ihn nicht vergessen hatten. Schnell wie der Wind sauste der Schlitten über die Schneebedeckten Felder und durch die Wälder bis er im Mondlicht das Licht des ersten Hauses leuchten sah. Leise glitt nun der Schlitten durch die Straßen und Gassen. In manche Fenstern sahen sie hinein und freuten sich an den rosigen Wangen der kleinen Träumer. Als die Wintersonnen am Himmel aufstieg, war kein einziges Päckchen mehr auf dem Schlitten. Glücklich und zufrieden kehrten die Beiden ins Weihnachtsland zurück und ruhten sich den Rest des Winters aus, bis im Frühjahr die Vorbereitung auf das nächste Fest begann.
In der Vorweihnachtszeit sind alle Kinder ganz besonders aufgeregt. Das war vor hundert Jahren so und ist auch heute noch so geblieben. Tim ging es genauso. Jeden Abend, wenn er in seinem Bettchen lag, fragte er sich, ob es den Weihnachtsstern wirklich gibt. Vor zweitausend Jahre habe er die Geburt des Jesuskindes angekündigt, die drei Waisen zu ihm geführt und den Hirten den Weg zum Stall gewiesen. Jedes Jahr zum Weihnachtsfest leuchtet er auch heute noch strahlend am Himmel. Er leuchtet viel heller als die anderen Sterne und jeder kann ihn sehen, wenn er will. So erzählt man. "Gibt es den Weihnachtsstern wirklich?" frug er fast jeden Abend die Mutti wenn sie ihn ins Bettchen brachte. Und wie immer antwortete die Mutti "natürlich gibt es den Weihnachtsstern. Du musst nur richtig hinsehen." Dann blickte Tim so lange durch sein Fenster in den Sternenhimmel bis er einschlief. Den Weihnachtsstern hatte er noch nie gesehen.
Es war die Nacht vor dem heiligen Abend. Wieder hatte Tim in die Sterne geschaut. Da, plötzlich, fiel ein Mondstrahl auf sein Bett und eine Stimme sprach "Komm, Tim, steig auf, ich bringe dich zum Weihnachtsstern!" Tim rieb sich die Augen. Wachte oder träumte er? Da sprach die Stimme ein zweites mal "nun komm schon, ich kann nicht ewig warten". "Wer bist Du?" frug jetzt Tim. "Siehst du mich denn nicht, ich bin ein Mondstrahl! Nun steig schon auf, ich kann dich tragen." Nun wollte Tim nicht länger warten, schnell setzte er sich auf den Mondstrahl und los ging die Reise. Vorbei am großen Wagen, an der Milchstrasse und am alten Vater Mond bis hin zu einem großen Stern, dem Weihnachtsstern. Tim hielt sich ganz fest, denn die Fahrt ging rasend schnell. Als der Mondstrahl Tim auf dem Weihnachtsstern absetzte, war er im ersten Moment wie benommen. Strahlende Helle umgab ihn, dass er sich wie geblendet fühlte.
"Du wolltest wissen ob es mich gibt?" Sprach eine Stimme zu Tim. "Ja" antwortete dieser etwas schüchtern. "Nun siehst du das es mich gibt! Komm setz dich, ich will die eine Geschichte erzählen" sprach nun freundlich der Stern zu ihm. Gerne kam Tim der Aufforderung nach. Alles war hier so kuschelig weich und warm wie in seinem Bettchen nur viel, viel schöner. "Vor zweitausend Jahren, war ich ein Stern wie jeder andere" begann der Weihnachtsstern zu erzählen "Gott Vater ging von Stern zu Stern den Himmel entlang. "Ich habe eine besondere Aufgabe für einen von euch" sagte er. Als er uns alle gesehen hatte, erwählte er mich. "Ich werde meinen Sohn auf die Erde senden und du sollst es aller Welt anzeigen. Du wirst ab sofort ein besonderer Stern sein - der Weihnachtsstern. Dein Glanz wird hell zur Erde strahlen, dass die Menschen die sofort erkennen werden." So bekam ich meine Aufgabe". Der Stern erzählte noch weiter, von der Geburt des Jesuskindes, von den Hirten die ihn sahen und von den drei heiligen Königen, die ihm folgten. Aufmerksam hörte Tim ihm zu. "Jetzt weiß ich, dass es dich gibt" sagte er freudig, als der Weihnachtsstern seine Erzählung beendet hatte. "Danke, dass ich dich besuchen durfte." "Jedes Jahr in der Weihnachtszeit erfülle ich einem Kind diesen Wunsch." Erzählte der Stern. "Für dich wird es nun Zeit zur Erde zurück zu kehren. Bald ist die Nacht vorüber. Eine Bitte habe ich noch. Erzähle allen Kindern auf der Erde von mir und von der wahren Weihnachtsgeschichte." Gerne versprach es Timm, setzte sich auf den Mondstrahl und war bald wieder in seinem Bettchen. Als am morgen die Mutti ins Zimmer trat waren Tim´s erste Worte "Mutti darf ich dir die Weihnachtsgeschichte erzählen?" Die Mutti lächelte und meinte "gerne Tim, heute Abend unter dem Tannenbaum."
Christina Telker widmete diese Geschichte Ihrer Tochter Gabriele - Diese Geschichte habe ich im Netz gefunden bei http://www.weihnachtsseiten.de/weihnachtsgeschichten/zur-weihnachtszeit/home.html
Herzliche Grüße und noch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag
Anika
PS: Das letzte Kalenderblatt für diesen Adventskalender habe ich mit dem Kit "One Night in Bethlehem" von Michaele Burkhart erstellt.
Sonntag, 23. Dezember 2007
23. Dezember - 4. Advent

Heute nachmittag oder am Abend werden wir unseren Weihnachtsbaum vom Eis befreien und ins Wohnzimmer stellen.
Jan auf dem Weihnachtsmarkt
von Sabine Mook
Jan zieht den Schlitten hinter sich her. Er muss sich beeilen. Wenn der große Zeiger auf der zwölf und der kleine Zeiger auf der drei steht, muss er zuhause sein. Seine Eltern wollen dann mit ihm auf den Weihnachtsmarkt gehen. Außerdem wird er gebraucht um den Weihnachtsbaum mit auszusuchen. Da ist Jan besonders stolz drauf. Die Mutter zieht ihm trockene Sachen an. Jan hat Durst. Die Mutter macht ihm eine Tasse heiße Zitrone. Jan würde lieber Cola trinken, aber die Mutter sagt immer, wenn er Cola trinkt, dann sieht er bald so dick aus wie der Kevin, der zwei Häuser weiter wohnt. Also trinkt Jan lieber die saure heiße Zitrone. Den Kevin hänseln nämlich immer alle weil der so dick ist und laufend Süßigkeiten und Pommes in sich reinstopft .
Die Mama und der Papa von dem Kevin sind aber auch ganz dick. Einmal waren die im Sommer bei den Eltern vom Jan zu besuch im Garten hinter dem Haus, da musste der Papa vom Jan extra zwei Stühle aus der Küche holen weil die Mama und der Papa von dem Kevin nicht in die Stühle im Garten reingepasst hätten. Der Kevin spielte zuerst noch ein bisschen mit dem neuen Kranauto das Jan zum Geburtstag bekommen hatte, dann rannte er zu seinen Eltern und ließ sich in einen der Gartenstühle fallen. Seine Eltern haben dann ziemlich lange gebraucht um den Stuhl wieder vom Kevin abzubekommen. Auch hat der Stuhl seither etwas krumme Beine. Jan hat damals etwas Angst gehabt dass der Kevin nun vielleicht für immer im Gartenstuhl bleiben muss.
Auf dem Weihnachtsmarkt ist ziemlich viel los. Jan bekommt einen Bratapfel. Dann darf er noch eine Runde mit dem Karussell fahren. Natürlich fährt er im Feuerwehrauto. Jan hat Glück, seine Mutter hat gerade eine alte Schulfreundin getroffen und so darf er noch eine weitere Runde fahren während die Erwachsenen sich unterhalten. Dann kommt der Weihnachtsmann. Der Kevin sagt zwar immer es gäbe gar keinen richtigen Weihnachtsmann, das wären alles nur verkleidete Studenten, aber Jan glaubt ihm nicht. Der Weihnachtsmann kommt jetzt auf Jan zu. Der greift die Hand vom Papa jetzt doch etwas fester. Der Weihnachtsmann beugt sich zu Jan runter und sagt mit tiefer Stimme: Kannst du schon ein Gedicht aufsagen, dann bekommst du auch ein Geschenk von mir!? Der Weihnachtsmann riecht aus dem Mund so wie Papa neulich als er von der Weihnachtsfeier beim Griechen kam und er auf dem Sofa schlafen musste. Der Kevin hat dem Jan neulich ein Weihnachtsgedicht gelernt, aber der Jan traut sich nicht es aufzusagen, weil er hat auch nicht alles von dem Gedicht verstanden. Der Jan bekommt schließlich trotzdem ein Geschenk und atmet erst mal tief durch als der Weihnachtsmann seinen Kopf wieder hebt und nach einem anderen Kind Ausschau hält. Jetzt gehen sie zum Weihnachtsbaumverkauf. Hier gibt es ja so viele, große, kleine, dicke, dünne, krumme, gerade, welche mit langen und welche mit kurzen Nadeln. Jan möchte am liebsten einen ganz großen, aber der Papa sagt dass sie den gar nicht weggetragen bekommen und das Wohnzimmer auch gar nicht so hoch sei. Nach einer ganzen Weile des Suchens entscheiden sie sich schließlich für einen mit kurzen Nadeln der immerhin noch ein ganzes Stück größer ist als Jan. Der Weihnachtsbaum wird dann noch in eine Maschine gesteckt die von vorn aussieht wie ein Betonmischer, hinten kommt dann der Weihnachtsbaum ganz schlank in einem Netz wieder raus. Vielleicht sollte man den Kevin da auch mal reinstecken? Die drei tragen ihren Weihnachtsbaum nach hause, der Papa vom Jan vorne, die Mama hinten und Jan ganz stolz in der Mitte. Und der Papa hat dem Jan versprochen dass er ihn dieses Jahr mit schmücken darf!
Herzliche Grüße
Anika
PS: Dieses Kalenderblatt ist aus dem Kit “Christmas around the World” von Kim B. entstanden.
22. Dezember - vergessen....

Bin heute schon wieder total durcheinander - habe 2 Adventskalender vergessen, wie peinlich! Einmal den im Bastelforum und dann diesen, meinen eigenen *tztzt*! Ach und meine Süßigkeiten hab ich auch noch nicht genascht....
Der Tag war ganz entspannt, Jonas war etwas gnatschig den ganzen Tag über.... Nachmittags haben wir im Schlafzimmer 2 neue Regale angeschraubt, so hab ich nun hoffentlich genug Platz, um meine ganzen Bastelsachen aus dem Wohnzimmer zu verstauen! Ist noch nicht alles weggeräumt und die Regale sind auch nicht voll, aber immerhin sieht es schon wieder besser aus hier!
Gestern wurde bei uns anscheinend keine Post ausgetragen, so wurden wir heute förmlich erschlagen von Weihnachtspost, bestellten Geschenken und einer einzigen Rechnung!!
@ Nina in Saso: Hvala lepa - your present was delivered today! Jonas really likes it a lot, he LOVES magnets *lol* We will tell him the Christmas story in German on Christmas Eve and will illustrate it with the book!!
Herzliche Grüße
Anika
PS: Das Scrap von heute ist mit “Joy to the World” von Linda Cumberland gebastelt.
Freitag, 21. Dezember 2007
Freitag, 21. Dezember
Anouschka stand wieder, wie jeden Tag, wenn die Dämmerung reinbrach, am Fenster und schaute traurig raus zum Firmament. Ihre Eltern saßen am Kamin und beobachteten sie dabei ratlos. Was sollten sie nur tun? Es war inzwischen Mitte Februar und ihre 7-jährige Tochter konnte die Enttäuschung über den fehlgeschlagenen Wunschzettel nicht überwinden. Der Weihnachtsmann hatte sie vergessen und keinen Wunsch erfüllt. Wie jedes Jahr in der Adventszeit bastelten die Kinder Sterne in der Schule, backten Plätzchen mit ihrer Mutter in der großen Küche und schrieben Wunschzettel an den Weihnachtsmann. Da Anouschka seit Sommer in die erste Klasse ging, konnte sie noch nicht so richtig schreiben. Deshalb malte sie neben die Wörter Bilder deren Bedeutung die schön gezeichneten Buchstaben unterstrichen. Dieses Jahr hatte sie lange überlegt, was sie sich wünschen sollte. Ihr Papa hatte ihr erklärt, dass man sich nicht sinnlos etwas wünschen soll, sondern das, was man auch gerne hätte. Nur dann kann man sich auch wirklich darüber freuen. Nicht die Anzahl der Geschenke ist wichtig, sondern was man damit macht. Der Weihnachtsmann sucht sich dann aus dem Wunschzettel genau das richtige aus.
10 kg Schneeflocken mit Vanillegeschmack
ein Paar Laufschuhe für einen Spaziergang durch die Milchstraße
Hitzefrei im Januar
einen Radiergummi, der singt, tanzt, rechnet und Gute-Nacht-Geschichten erzählt
einen warmen Mantel für den frierenden Schneemann
ein Hundebaby von unserem alten Husky Barry
einen Ritt auf einer Giraffe
ein Essen mit Schneewittchen und den 7 Zwergen
Voll Erwartung legte sie den Wunschzettel am 5. Dezember unter die Fußmatte vor der Haustür. An diesem Tag sammelte der Weihnachtsmann, ganz nach finnischem Brauch, die Zettel ein und suchte dann ein Geschenk für jedes Kind aus. Anouschka lebte mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in Nordfinnland. Hier herrschte stets ein langer, kalter Winter, der aber häufig sonnige, schöne Tage mit sich mitbrachte. Wenn im November der erste Schnee fiel, baute sie mit ihren Geschwistern und Papa einen großen Schneemann. Der stand dann meist bis Ende März im Garten und gehörte fast schon zur Familie. Sein freundliches Aussehen erhielt er durch eine Karotte, die ihm als Nase diente.
Die Augen wurden durch zwei wunderschöne Kastanien dargestellt. Den Mund zierte ein alter rußiger Hanfstrick, der schon spröde war. Als Knöpfe auf dem Bauch steckte Papa ein paar Tannenzapfen in die Mitte. Da Anouschka nicht wollte, dass der Schneemann einen Sonnenstich bekam, holte Papa einen alten Hut aus der Werkstatt, den er früher zum Holzsägen trug. Diesen Winter wurde es besonders kalt und überall sah man viel Rauch aus den Kaminen aufsteigen. Auch der Atem der kleinen Vögel erzeugte die reinsten Nebelschwaden. Oft setzten sie sich bei einer Zwischenlandung zur Erholung auf den Schneemann. Dabei verfehlte ein Vogel die Hutkrempe und stieß den steifen Hanfstrick so nach unten, dass der Schneemann richtig unglücklich aussah. Als Anouschka am nächsten Morgen durch den glitzernden Schnee lief, knirschten die Eiskristalle laut und funkelten in allen Farben. Auch den Schneemann bedeckte eine feine Eisschicht. Durch den Gesichtsausdruck und den frostigen Überzug glaubte sie, dass der Schneemann friert. Doch ihr Papa lachte sie nur aus. Im Geheimen wollte sie dem Schneemann helfen.
Wie immer fanden sich die Rentiere Paarweise vor dem Schlitten ein und warteten ungeduldig auf das Startsignal. Nach kurzer Einweisung in die Zügelführung und Lichtsignalisierung brausten die erfahrenen Zugtiere und der unerfahrene Kutscher los. Der Osterhase hatte keine Ahnung, wie fest er die Zügel halten sollte. Deshalb geschah es immer wieder, dass er in den weitschweifigen Bögen aus Angst zu fest zog. Es dauerte nicht lang und die Rentiere begannen vor Ärger über die grobe Behandlung zu bocken. Beinahe wäre der Osterhase aus dem Schlitten gefallen, zumal er sowieso unter Höhenangst litt. Anouschka sah verwundert zum Himmel auf. Im Zwielicht meinte sie einen Schlitten ganz klein am Horizont zu erkennen. Sofort rief sie ihren Eltern zu: "Der Weihnachtsmann. Ich glaube der Weihnachtsmann kommt doch noch." Die Eltern liefen zu ihrem Kind und wollten sie beruhigen. Dabei tauschten sie besorgte Blicke aus. Beim Rausschauen aus dem Fenster meinte die Mutter nur, es handele sich um die Lichter eines Flugzeugen. Anouschka wollte das nicht glauben: "Seit wann haben Flugzeuge mehr als zwei Lichter?". Ihre Mutter brachte Anouschka bald darauf ins Bett. Sie wollte am nächsten Tag mit ihr den Arzt aufsuchen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
20. Dezember - noch 4 Tage bis Weihnachten
Heute gibt es wie versprochen wieder eine Geschichte zum Lesen und Vorlesen! Diese niedliche Geschichte habe ich bei http://www-weihnachten.de/weihnachtsgeschichten/kleine-Stallmaus.htm gefunden. Auch diese ist in Jonas' Vorleseheft für den Advent drin.... einfach nur niedlich!
Das Abenteuer der kleinen Stallmaus
von Sabine Mook
Eine kleine Maus lebte lange Zeit im Stall mit den anderen Tieren. Da waren die zwei Pferde Hulda und Hain, die Kühe Frieda, Hildchen, Selma und Linda, sowie einige Schweine die aus irgendeinem Grund keinen Namen bekommen hatten. Das störte die Schweine aber nicht weiter, sie grunzten den ganzen Tag zufrieden und machten sich sofort über ihr Futter her, kaum dass der Bauer es in den Fresstrog gekippt hatte.
Manchmal kam auch der fette Kater mit in den Stall, dann versteckte sich die Maus immer im Stroh bei den Pferden, vor denen hatte der fette Kater Angst und machte einen großen Bogen um beide. Einmal hatte es die Maus aber nicht rechtzeitig geschafft und der fette Kater stand genau zwischen ihr und der Pferdebox. Noch hatte er sie nicht bemerkt. In ihrer großen Angst springt die kleine Maus in den Korb mit Kartoffeln den der Bauer abgestellt hatte und verkriecht sich da in die äußerste Ecke.
Der Bauer kippt die Kartoffeln aus, die Maus klammert sich im Korbgeflecht fest. Jetzt tut der Bauer Holzscheite in den Korb. Die Maus hat es nicht mehr rechtzeitig hinaus geschafft und zieht gerade noch rechtzeitig den Kopf ein um nicht von einem Holzscheit erschlagen zu werden. Das Herz der kleinen Maus klopft heftig als der Bauer den Korb mit dem Holz anhebt und ins Haus trägt. Hier stapelt er das Holz neben dem alten Ofen. Die Maus bleibt unbemerkt. Sie klettert bis zum Korbrand und sieht den Kater schlafend auf einem Stuhl in der Nähe des Ofens liegen. Sie klettert heraus und sucht sich ein sichereres Versteck in der schmalen Nische zwischen Küchenschrank und Wand. Hier passt der fette Kater nicht rein.
Der Bauer schleppt eine prächtige Fichte in die große Wohnküche und stellt sie auf. Die Bäuerin hängt silberne Kugeln, silbernes Stroh und andere Dinge an den Baum. Dann kommen noch Lichter drauf. Die Maus staunt und bekommt ganz große Augen. So etwas hat sie noch nicht gesehen. Wenn sie das den anderen Tieren im Stall erzählen würde, die würden Augen machen! Jetzt legt die Bäuerin auch noch bunt eingewickelte Pakete unter den Baum. Der Kater ist auf den Hof gegangen. Die kleine Maus ist neugierig was wohl in den bunten Päckchen ist. Sie verlässt ihr Versteck und huscht rüber unter den Baum. Sie nagt ein klitzekleines Loch in eines der bunten Pakete und drängelt sich hinein. Puh ist das dunkel hier drin. Bevor sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen können, hört sie Stimmen. Die Stimmen sind ihr bekannt. Es sind die Kinder und Enkelkinder der Bauern. Sie kommen auch manchmal in den Stall und bringen Äpfel und Möhren für die beiden Pferde mit, wenn denen beim Kauen etwas herunterfällt macht sich die Maus über die Leckerei her.
Die Bäuerin fordert ihre Kinder und Enkel auf von dem selbstgebackenen Stollen zu nehmen, es sei genügend da. Danach sagt sie zu den Enkeln, sie sollen doch mal unter dem Baum nachsehen, ob da auch ein Geschenk für sie dabei wäre. Das lassen sich die lieben Kleinen nicht zweimal sagen und stürzen sich auf die Geschenke. Die Maus hat es nicht mehr rechtzeitig aus dem Karton geschafft und wird erst mal kräftig durchgeschüttelt. Dann geht alles ganz schnell. Das Geschenk wird aufgerissen, die kleine Hand von Max greift die Maus und er ruft freudestrahlend: "Oh, ihr habt mir eine richtige Maus geschenkt!?" Das Paket mit dem Plüschpferd fliegt in die Ecke, trifft beinahe den fetten Kater der sich gerade noch in die Fensterbank flüchten kann von wo aus er die Maus anstarrt.
Die Erwachsenen tauschen einen fragenden Blick, die Maus kann sich aus Max` Hand befreien, krabbelt blitzschnell an ihm runter und verschwindet in dem Korb in den die Bäuerin kurz vorher Äpfel und Mohrrüben gelegt hat. Der Bauer hat die Maus beobachtet und sagte zu den Anwesenden: "Ich bringe erst mal den Tieren ihre Geschenke!" nimmt den Korb und geht in den Stall. Kaum hat er den Korb abgestellt, springt die Maus heraus und rennt unters Stroh zu den Pferden. Der Bauer legt den Pferden Äpfel und Mohrrüben in die Futterraufe, einen kleinen Apfel und eine kleine Mohrrübe legt er ins Stroh, dann gibt er noch den Kühen und Schweinen etwas und ruft: "Frohes Fest Tiere!" und stapft davon.
Herzliche Grüße
Anika
PS: Die Credits für das Kalenderblatt gehen an Creative Chaos für das Kit "Naughty or Nice"
Mittwoch, 19. Dezember 2007
19. Dezember - völlig verwirrt!

Dienstag, 18. Dezember 2007
18. Dezember - der letzte Dienstag vor Weihnachten
So langsam wird's Zeit für Weihnachtsplätzchen... ich gestehe, ich hab selbst bisher nur welche gemacht, die mir überhaupt nicht schmeckten! Da muß ich wohl diese Woche nochmal ran und wenn es abends ist, wenn Jonas schon schläft...
Mal sehen, vielleicht fahren wir morgen auch einfach nur zu meinen Eltern und verzieren dort Kekse, ist doch eh das Schönste daran ;-)
In meinem Elternhaus werden diese Kekse schon seit Jahrzehnten gebacken und sie kommen IMMER gut an! Als wir Kinder größer waren und nicht mehr wirklich Lust auf bunte Kekse hatten, haben wir sie einfach nur noch mit Marmelade zusammengeklebt und mit Zuckerguß verziert - seeeeeehr lecker!
Hier ist mein Rezept - Keksteig für Ausstechplätzchen
500gr. Mehl
2 gestr. TL Backpulver
2 Eier
200gr. Zucker
1 Pkt. Vanillinzucker
250gr. Margarine oder Butter
abgeriebene Schale einer Zitrone (nicht unbedingt notwendig, geht auch ohne!)
Butter, Zucker, Vanillinzucker und Eier schaumig rühren. Evtl. Zitronenschale dazu.
Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren.
Den Teig gut durchkneten und zu einem Kloß formen. Entweder für 1 Std. in den Kühlschrank oder über Nacht ruhen lassen.
Teig portionsweise ausrollen und ausstechen.
8-12 min bei 175° bis 200° Grad abbacken.
Danach kann man die Kekse schön mit Zuckerguß in weiß und schoko und mit Liebesperlen, Smarties, Schokostreuseln, Hagelzucker, bunten Streuseln und so weiter verzieren. Das macht besonders Kindern Spaß!
Oder man sticht zu gleichen Teilen „ganze“ Kekse aus und welche „mit Loch“ in der Mitte. Dann kann man sie mit Marmelade zusammenkleben und ebenfalls mit Zuckerguß überziehen.
Viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei und herzliche Grüße
Anika
PS: Das heutige Scrap ist mit dem Kit “Naughty or Nice” von Creative Chaos entstanden! Da gibt's sooo viele Einzelteile, ich könnte es stundenlang verbasteln....
Montag, 17. Dezember 2007
17. Dezember - Nochmal Bratäpfel
Heute gibt es nochmal was zum Thema Bratapfel, denn mir fiel ein, daß es da ja noch dieses wunderschöne Kindergedicht gibt. Kennt sicher jeder, aber ich schreibe es doch nochmal für alle auf:
Der Bratapfel
Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.
Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!
Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.
(Volksgut aus Bayern)
Herzliche Grüße
Anika
PS: Das Kalenderblatt ist mit dem Kit "Naughty or Nice" von Creative Chaos erstellt.
16. Dezember - Bratäpfel

Samstag, 15. Dezember 2007
15. Dezember - noch 9 Tage bis Weihnachten!

Im Buxtehuder Tageblatt habe ich vor einiger Zeit noch eine weitere Weihnachtsgeschichte gefunden, die mir auch sehr gut gefällt. Sie ist von Gisela Almann aus Buxtehude und hier ist der Link zu der Seite: http://www.tageblatt.de/main.cfm?DID=523978
Und die Geschichte "Federn für den Engel"
Tosse, der kleine dicke Dünenzwerg, wanderte mit Max, dem Fuchs, hinunter zum Strand, wo sich der Landeplatz für den Himmelsschlitten des Weihnachtsmannes befand. Es war Heiligabend und alles war still, selbst die Gänse, die am Wasser überwinterten.Plötzlich landete mit „Ho – ho“ und Glockengeläut der Himmelsschlitten und der Weihnachtsmann stieg aus. Hinter ihm sprang ein kleiner Engel auf den Strand. Er hieß Tilli und sollte zusammen mit Tosse und Max durch die Fenster der Ferienhäuser schauen um rauszufinden, ob auch alle Kinder Geschenke bekommen hatten. In der Zwischenzeit wollte der Weihnachtsmann seine Gaben an die Kinder in der Stadt verteilen.
Tilli jedoch stand unglücklich im Wind und zitterte und fror. Der kleine Engel hatte vergessen, sein Winterhimmelshemd, das bis auf den Boden reichte, anzuziehen. Doch Max, der schlaue Fuchs, hatte eine Idee. „Wartet ein wenig, ich komme gleich wieder zurück!“, rief er und rannte fort.
Als er nach ein paar Minuten zurückkam, trug er eine braune Mütze, eine rote Socke und einen lilafarbenen Strumpf im Maul. „Habe ich bei den Häusern gefunden“, flüsterte er verschmitzt. Tilli nahm die Sachen und zog sie an. Aber der Engel fror immer noch, denn seine Arme waren nackt. Nun hatte Tosse eine Idee und sagte: „Kommt, wir gehen zu den Gänsen und fragen sie, ob sie ein paar Federn für uns übrig haben.“ Und wirklich, alle Gänse opferten ihre schönste, große Feder. Der kleine dicke Dünenzwerg band sie zusammen und zauberte daraus einen Umgang für Tilli. Nun fühlte sich der kleine Engel wohl und gemeinsam mit Tosse und Max suchte er in den Häusern nach Kindern, die kein Geschenk erhalten hatten. Aber alle waren bedacht worden und fröhlich wanderten die drei zurück zum Schlittenlandeplatz.
Als der Weihnachtsmann kam, um Tilli abzuholen, schenkte er den Gänsen einen Sack voll Hafer. Max bekam eine Riesenwurst und Tosse freute sich über den Tabak für seine Pfeife. Jahr für Jahr kommt Tilli zurück an den Strand. Niemals mehr vergisst der Engel sein Winterhimmelshemd, aber er trägt auch immer die braune Mütze, die rote Socke und den lilafarbenen Strumpf.
Weil die meisten Kinder in den Ferienhäusern an Heiligabend beschenkt werden, gehen Tilli, Tosse und Max auf die Suche nach Menschen, die schon einsam in ihren Betten schlafen. Sie ziehen den schimmernden weißen Federumhang hervor, breiten ihn einmal über dem Schlafenden aus und schenken ihm dadurch die schönsten Weihnachtsträume.
Herzliche Grüße
Anika
PS: Das Kalenderblatt für heute ist aus dem Kit "Snowy Dreams" von Snowmoon's Design entstanden.
Freitag, 14. Dezember 2007
Freitag, 14. Dezember

Heute habe ich fast meine gesamte Weihnachtspost erledigt! Die Karten waren ja eh schon fertig gebastelt und von denen hab ich auch keine einzige hier gezeigt ;-) Die Karten werden in den nächsten Tagen in ganz Deutschland verteilt...
Und falls noch jemandem ein paar Weihnachtsgrüße in diversen Sprachen fehlen, hier hab ich einige gefunden:
Afrikaans ---- Geseende Kerfees en 'n gelukkige nuwe jaar
Brazilian ---- Boas Festas e Feliz Ano Novo
Croatian ---- Sretan Bozic
Czech ---- Prejeme Vam Vesele Vanoce a stastny Novy Rok
Danish ---- Glædelig Jul og godt nytår
Dutch ---- Vrolijk Kerstfeest en een Gelukkig Nieuwjaar!
English ---- Merry Christmas & Happy New Year
Eskimo ---- Jutdlime pivdluarit ukiortame pivdluaritlo! Esperanto ---- Gajan Kristnaskon
Finnish ---- Hyvää Joulua or Hauskaa Joulua
Flemish ---- Zalig Kerstfeest en Gelukkig nieuw jaar
French ---- Joyeux Noël et Bonne Année!
Gaelic ---- Nollaig chridheil agus Bliadhna mhath ur! German ---- Fröhliche Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!
Hungarian ---- Kellemes Karacsonyiunnepeket & Boldog Új Évet
Icelandic ---- Gleðileg Jól og Farsaelt Komandi ár!
Irish ----Nollaig Shona Dhuit
Italian ---- Buon Natale e Felice Anno Nuovo
Latin ---- Natale hilare et Annum Nuovo!
Latvian ---- Prieci'gus Ziemsve'tkus un Laimi'gu Jauno Gadu!
Luxemburgish ---- Schéi Krëschtdeeg an e Schéint Néi Joer
Macedonian ----Streken Bozhik
Norwegian ---- God Jul og Godt Nyttår
Pennsylvania German ---- En frehlicher Grischtdaag unen hallich Nei Yaahr!
Polish ---- Wesolych Swiat i Szczesliwego Nowego Roku.
Portuguese ---- Boas Festas e um feliz Ano Novo
Serbian ---- Hristos se rodi
Serb-Croatian ---- Sretam Bozic. Vesela Nova Godina
Slovakian ---- Vesele Vianoce a stastny novy rok
Slovene ---- Vesele bozicne praznike in srecno novo leto
Spanish ---- Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo
Swahili ---- ºKrismas Njema Na Heri Za Mwaka Mpyaº
Swedish ---- God Jul och Gott Nytt År
Welsh ---- Nadolig LLawen a Blwyddyn Newydd Dda
Die komplette Liste habe ich bei www.weihnachten.de gefunden und gekürzt - es waren nämlich 4 Din-A4-Seiten voll!!
"Vesele bozicne praznike in srecno novo leto" an meine Freunde in Ljubljana!
Herzliche Grüße
Anika
PS: Habe ein neues Kit gefunden und für das heutige Kalenderblatt verscrapt, credits gehen an Snowsmoon's Design für "Snowy Dreams"
Donnerstag, 13. Dezember 2007
13. Dezember

Kennt ihr nicht auch alle das kleine Gedicht vom Christkind, geschrieben von Anna Ritter?
Jedes Mal, wenn ich es lese oder höre, sehe ich genau mein uraltes Pixibuch vor mir, weiß ganz genau, welche Bilder da drin sind und wohl auch seit Kindertagen kann ich das Gedicht (fast) auswendig.
Meine geliebten kleinen Pixibücher.... habe neulich grad eine Seite von anderen Pixi-Liebhabern im Netz gefunden und stun-den-lang gestöbert! - Ihr könnt sie unter meiner Linkliste finden. - Ich hatte einen ganzen Schuhkarton voll. Jonas fängt auch an zu sammeln und hat von mir schon einen Karton für seine kleine Sammlung bekommen....
Hier ist also das Gedicht:
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde,
das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack,
der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack
- denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
Herzliche Grüße
Anika
PS: Das heutige Scrap ist aus dem Kit "Holiday Wishes" von Cathy Ann Designs entstanden!
Mittwoch, 12. Dezember 2007
12. Dezember - "Halbzeit" bis Heiligabend

Als der kleine Weihnachtsengel erwachte, befand er sich in dem festlich geschmückten Zimmer. Er hing an einem Zweig des Christbaumes ganz in der Nähe einer dicken roten Glaskugel, und wenn er in die Höhe schaute, bis zur Spitze des Baumes, so gewahrte er dort den Weihnachtsstern. Dem kleinen Weihnachtsengel wurde ganz feierlich zumute. Er erlebte dieses alles ja zum ersten Male in seinem Leben; denn er war erst gestern gekauft worden.
Er wandte sich an einen Herrn, der neben ihm stand. "Was meinen Sie dazu, Herr Räuchermännchen?" Das Räuchermännchen sah aus wie ein Nachtwächter. Es trug einen breitkrempigen Hut, einen langen Mantel, ein Nachtwächterhorn, und es paffte aus einer langen Großvaterpfeife.
Da musste der kleine Weihnachtsengel dem Nussknacker Recht geben. Er war wirklich ein schmucker Herr, der sich sehen lassen konnte. Der kleine Weihnachtsengel hingegen trug nur ein schlichtes Hemdkleid, das ihm bis zu den Füßen reichte. Auf dem Rücken hatte er zwei Flügel, und das einzig Farbige an ihm waren seine rosa Bäckchen. Und das war nun wahrhaftig nicht viel. Der kleine Weihnachtsengel schämte sich, dass er so einfach gekleidet war, viel einfacher noch als das Räuchermännchen, das immerhin zum roten Mantel einen grünen Hut trug, das ein goldenes Horn besaß und eine braune Pfeife zum Räuchern.
"Nein", antwortete der Weihnachtsengel leise, "ich knacke keine Nüsse."
Eine winzige Träne kullerte dem kleinen Weihnachtsengel über das Gesicht. Er wandte sich hilfesuchend an den Nussknacker und fragte: "Was soll ich tun? Was raten Sie mir?"
Montag, 10. Dezember 2007
Dienstag, 11. Dezember

Heute gibt es von mir ein Gedicht von Heinrich Hoffmann von Fallersleben und ich glaube, das mußte ich mal in der Grundschule auswendig lernen. Denn jedesmal, wenn ich es lese, kommt es mir so bekannt vor, als hätte ich es wirklich mal gekonnt! Komisches Gefühl, kennt ihr das? Oder hab ich es einfach *zu oft* gelesen?
DER TRAUM
Ich lag und schlief;
da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.
Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.
Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab´s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.
Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.
Da wacht´ ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war´s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find´ ich dich?
Da war es just, als rief er mir:
"Du darfst nur artig sein;
dann steh´ ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!
Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil´ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum."
Herzliche Grüße
Anika
PS: Die Credits für das heutige Kalenderblatt gehen an Michaele Burkhart für Papier und Anhänger aus dem Kit „One Night in Bethlehem“ und an Karel für das Geschenk aus dem Kit „Boughs of Holly“
PPS: Menno, warum gibt's denn bei Blogspot unterschiedliche Zeitangaben? "Zuletzt gespeichert" wurde mir 0:02 angezeigt (also Dienstag) und veröffentlich doch noch am Montag um 23:56 - was soll den der Mist??? *Grmpf*
10. Dezember - noch 2 Wochen bis Weihnachten

Und deshalb machen wir uns heute mal Gedanken darüber
"Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?" - Diese Geschichte kursiert wohl jedes Jahr wieder durch die diversen Mailprogramme und das Internet und jedes Jahr wieder trägt sie doch zur allgemeinen Belustigung bei, oder?!
1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000
Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es
sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit
letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen
hat.
2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der
Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert,
reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut
Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt
das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves
Kind lebt.
3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die
verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint).
Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für
jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit:
Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen,
die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen
Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum
nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stopps
gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht
stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3
km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen
km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens
einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des
Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen
Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug
auf der Erde fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier
schafft höchstens 24 km pro STUNDE.
4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt.
Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1
kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet
den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme,
dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen
kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man
braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht
einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: Das ist mehr als
das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.
5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren
Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff,
das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6
TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie
werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird
dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden
vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der
Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer
Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das
Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.
Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die
Geschenke gebracht hat, ist er heute tot… Doch da wir Jahr für Jahr liebevoll verpackte
Überraschungen unter’m Weihnachtsbaum finden, kann auch die Anti-Weihnachtsmann
Theorie dem Mysterium des dicken bärtigen Mannes im roten Mantel nichts anhaben!
In diesem Sinne!
Herzliche Weihnachtsgrüße
von Anika
credits für das heutige Scrap gehen an Michaele Burkhart für das Kit „One Night in Bethlehem“
Sonntag, 9. Dezember 2007
2. Advent

Manchmal kann der Nikolaus Wunder vollbringen. Doch es kommt auch vor, dass er Ärger hat wie du und ich.
Hups, zu spät: 8. Dezember

Freitag, 7. Dezember 2007
7. Dezember - Marzipanzeit

Marzipan - echtes Königsberger Marzipan - braucht immer eine gewisse Zeit, bis es richtig gut schmeckt. Dazu muß es einige Tage lagern, also ist jetzt genau die richtige Zeit, um es für Weihnachten vorzubereiten!
Man benötigt für das Rezept:
500gr. Süße Mandeln
15gr. Bittere Mandeln
500gr. Puderzucker
5-7 EL Rosenwasser
Und für den Zuckerguss:
750gr. Puderzucker
Rosenwasser oder Zitronensaft
Evtl. Kakao für dunklen Guss
Die Mandeln werden gebrüht, abgezogen und zum Trocknen gelegt. Am besten am Vortag erledigen, sonst sind die Mandeln noch zu feucht für die Verarbeitung.
Die Mandeln werden nun 2x durch eine Mandelmühle gemahlen, anschließend mit dem Puderzucker vermischt und noch einmal durch die Mühle gegeben.
Nun wird nach und nach das Rosenwasser hinzugegeben, aber Vorsicht! Nicht, daß der Teig zu feucht wird! Danach den fertigen Marzipanteig kräftig mit den Händen durchkneten („Doennigs Kochbuch“ gibt an: 1 Stunde mit den Händen durchkneten).
Aus dem gut verarbeiteten Teig ene Kugeln formen, die am besten in ein Tuch geschlagen wird. Den Teig nun bis zum nächsten Tag ruhen lassen.
Ein Backbrett mit Puderzucker bestäuben und ein Stück vom Teig messerrückendick ausrollen. Nun werden die verschiedenen Formen mit Teigausstechern ausgestochen oder mit dem Messer ausgeschnitten. Es eignen sich am besten Kreise (geht auch mit einem Wasserglas), Halbmonde und Herzen. Ein weiteres Stück Teig wird etwas dicker ausgerollt, daraus werden die Ränder geschnitten – etwa 0,5cm breite Streifen. Diese Ränder werden mit Rosenwasser an den ausgestochenen Formen befestigt. Nun werden noch die Ränder verziert, wie es für Königsberger Marzipan üblich ist: am besten geht das mit einem Messerrücken, der mit Rosenwasser befeuchtet ist oder einer Pinzette ohne scharfe Kanten.
Jetzt kommen wir zum „Flämmen“ des Marzipans, damit die Ränder die typische braune Färbung bekommen! Dazu legt man helles Brot- oder Backpapier auf ein Backbrett, dort hinauf dicht an dicht die Marzipanstücke. Diese Backbrett auf ein Backblech stellen und bei starker Oberhitze im Backofen backen bzw. grillen (vorgeheizter Ofen!).
Vorher muß der Zuckerguß fertig sein, damit er sofort nach dem Entnehmen aus dem Ofen in die gebackenen Marzipanformen gefüllt werden kann.
Aus der Marzipanmasse wird auch das sog. Teekonfekt hergestellt, dieses wird ohne Guss gemacht. Man formt kleine Brote, Früchte, Brezeln, Schnecken etc. aus der Marzipanmasse und verziert dieses z.T. mit getrockneten Nelken. So kann man Kugeln mit einer Nelke wie Äpfel aussehen lassen, oder Birnen, Bananen und unterschiedlich geformte Brote herstellen.
Da meine Familie väterlicherseits aus Ostpreußen stammt, wird jedes Jahr zu Weihnachten Marzipan auf diese Art hergestellt. Die Rezepteinzelheiten und Ideen für den Text habe ich mir aus „Doennigs Kochbuch“ geholt (in meinem Fall aus der 32. Auflage von 1956!!)
Ich wünsche allseits guten Appetit!!!
Herzliche Grüße
Anika
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Nikolaustag!!

Die Geschichte über St. Nikolaus
In der reichen Stadt Patara lebte vor langer, langer Zeit ein Knabe, dessen Name war Nikolaus. Vater und Mutter starben leider an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Die Eltern hinterließen ihm großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Ländereien, Schlösser und Paläste. Auch Pferde, Schafe, Esel und andere Tiere besaß er. Doch er war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Seine Angestellten wollten ihn aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit ihm auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.
Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen. Auch die Tiere spürten, dass er traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde, wollte er sich schlafen legen. Da stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Eine davon ergriff er und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag vor seiner Tür und wollte nur Brotsamen, die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten sie ihm nicht. Es geschah, dass der Arme starb. Er wurde von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen".
Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte Nikolaus. Ich bin schön gekleidet und lebe im Überfluss. Die Bettler draußen beim Stadttor habe ich vergessen. Morgen will ich früh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich er sich zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie ihn erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine. Eilig löste er die schwere Goldkette vom Hals, zog den Ring vom Finger und gab es ihnen. Er schlüpfte aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte alles. Glücklich ging er nach Hause. Er war wieder fröhlich.
Nikolaus ließ auf seine Kleider Taschen aufnähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles. Mit 12 Jahren wurde Nikolaus weit weg in die Schule gebracht. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.
Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große Not. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.
Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. Ich bin Nikolaus ein Diener Christi, antwortete er. Da führte man ihn ins Gotteshaus und ernannte ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, stand sein alter, grauer Esel vor der Tür. Von da an wurde er sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe. In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.
An seinem Geburtstag kleidete er sich jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der war gefüllt mit Äpfel, Nüssen, Mandarinen und Honigkuchen. Er schritt durch die Strassen und verteilte die Gaben und machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Und als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, dass er sich von den Kindern trennen sollte.
Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352. Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.
Ich hoffe, ihr seid morgen wieder dabei?
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Der 4. und letzte Teil am 5. Dezember

Da stand nun das Bäumchen im Schnee; aus seinem halbverschneiten, dunklen Gezweig sahen die roten Backen der Äpfel, die Gold- und Silbernüsse blitzten und funkelten, und die gelben Wachskerzen brannten feierlich. Das Christkindchen lachte über das ganze rosige Gesicht und patschte in die Hände, der alte Weihnachtsmann sah gar nicht mehr so brummig aus, und der kleine Spitz sprang hin und her und bellte. Als die Lichter ein wenig heruntergebrannt waren, wehte das Christkindchen mit seinen goldsilbernen Flügeln, und da gingen die Lichter aus. Es sagte dem Weihnachtsmann, er solle das Bäumchen vorsichtig absägen. Das tat der, und dann gingen beide den Berg hinab und nahmen das bunte Bäumchen mit. Als sie in den Ort kamen, schlief schon alles. Beim kleinsten Hause machten die beiden halt. Das Christkindchen machte leise die Tür auf und trat ein; der Weihnachtsmann ging hinterher. In der Stube stand ein dreibeiniger Schemel mit einer durchlochten Platte. Den stellten sie auf den Tisch und steckten den Baum hinein. Der Weihnachtsmann legte dann noch allerlei schöne Dinge, Spielzeug, Kuchen, Äpfel und Nüsse unter den Baum, und dann verließen beide das Haus so leise, wie sie es betreten hatten. Als der Mann, dem das Häuschen gehörte, am andern Morgen erwachte und den bunten Baum sah, da staunte er und wußte nicht, was er dazu sagen sollte. Als er aber an dem Türpfosten, den des Christkinds Flügel gestreift hatte, Gold- und Silberflimmer hängen sah, da wußte er Bescheid. Er steckte die Lichter an dem Bäumchen an und weckte Frau und Kinder. Das war eine Freude in dem kleinen Haus wie an keinem Weihnachtstag. Keines von den Kindern sah nach dem Spielzeug, nach dem Kuchen und den Äpfeln, sie sahen nur alle nach dem Lichterbaum. Sie faßten sich an den Händen, tanzten um den Baum und sangen alle Weihnachtslieder, die sie wußten, und selbst das Kleinste, das noch auf dem Arm getragen wurde, krähte, was es krähen konnte. Als es hellichter Tag geworden war, da kamen die Freunde und Verwandten des Bergmanns, sahen sich das Bäumchen an, freuten sich darüber und gingen gleich in den Wald, um sich für ihre Kinder auch ein Weihnachtsbäumchen zu holen. Die anderen Leute, die das sahen, machten es nach, jeder holte sich einen Tannenbaum und putzte ihn an, der eine so, der andere so, aber Lichter, Äpfel und Nüsse hängten sie alle daran. Als es dann Abend wurde, brannte im ganzen Dorf Haus bei Haus ein Weihnachtsbaum, überall hörte man Weihnachtslieder und das Jubeln und Lachen der Kinder. Von da aus ist der Weihnachtsbaum über ganz Deutschland gewandert und von da über die ganze Erde. Weil aber der erste Weihnachtsbaum am Morgen brannte, so wird in manchen Gegenden den Kindern morgens beschert.
Herzliche Grüße
Anika
PS: Credits für das Kalenderpixel gehen an Susi's Design für das Hintergrundpapier.
Dienstag, 4. Dezember 2007
Der 3. Teil der Geschichte am 4. Dezember

Der Alte half, obgleich er nicht wußte, warum. Aber es machte ihm schließlich Spaß, und als die ganze kleine Tanne voll von rotbäckigen Äpfeln hing, da trat er fünf Schritte zurück, lachte und sagte; "Kiek, wie niedlich das aussieht! Aber was hat das alles für'n Zweck?" "Braucht denn alles gleich einen Zweck zu haben?" lachte das Christkind. "Paß auf, das wird noch schöner. Nun gib mal Nüsse her!" Der Alte krabbelte aus seiner Kiepe Walnüsse heraus und gab sie dem Christkindchen. Das steckte in jedes ein Hölzchen, machte einen Faden daran, rieb immer eine Nuß an der goldenen Oberseite seiner Flügel, dann war die Nuß golden, und die nächste an der silbernen Unterseite seiner Flügel, dann hatte es eine silberne Nuß und hängte sie zwischen die Äpfel. "Was sagst nun, Alterchen?" fragte es dann. "Ist das nicht allerliebst?" "Ja", sagte der, "aber ich weiß immer noch nicht..." "Komm schon!" lachte das Christkindchen. "Hast du Lichter?" "Lichter nicht", meinte der Weihnachtsmann, "aber 'nen Wachsstock!" "Das ist fein", sagte das Christkind, nahm den Wachsstock, zerschnitt ihn und drehte erst ein Stück um den Mitteltrieb des Bäumchens und die anderen Stücke um die Zweigenden, bog sie hübsch gerade und sagte dann; "Feuerzeug hast du doch?" "Gewiß", sagte der Alte, holte Stein, Stahl und Schwammdose heraus, pinkte Feuer aus dem Stein, ließ den Zunder in der Schwammdose zum Glimmen kommen und steckte daran ein paar Schwefelspäne an. Die gab er dem Christkindchen. Das nahm einen hellbrennenden Schwefelspan und steckte damit erst das oberste Licht an, dann das nächste davon rechts, dann das gegenüberliegende. Und rund um das Bäumchen gehend, brachte es so ein Licht nach dem andern zum Brennen.
.... und der letzte Teil folgt dann morgen!
Herzliche Grüße
Anika
PS: Die credits gehen an Rozeli für ihr "Kit Natalino"
Montag, 3. Dezember 2007
Heute ist der 3. Dezember

"Das ist es ja gerade", knurrte der Weihnachtsmann, "ich bin zu alt und zu dumm dazu. Ich habe schon richtiges Kopfweh vom vielen Nachdenken, und es fällt mir doch nichts Vernünftiges ein. Wenn es so weitergeht, schläft allmählich die ganze Sache ein, und es wird ein Fest wie alle anderen, von dem die Menschen dann weiter nichts haben als Faulenzen, Essen und Trinken." Nachdenklich gingen beide durch den weißen Winterwald, der Weihnachtsmann mit brummigem, das Christkindchen mit nachdenklichem Gesicht. Es war so still im Wald, kein Zweig rührte sich, nur wenn die Eule sich auf einen Ast setzte, fiel ein Stück Schneebehang mit halblautem Ton herab. So kamen die beiden, den Spitz hinter sich, aus dem hohen Holz auf einen alten Kahlschlag, auf dem große und kleine Tannen standen. Das sah wunderschön aus. Der Mond schien hell und klar, alle Sterne leuchteten, der Schnee sah aus wie Silber, und die Tannen standen darin, schwarz und weiß, daß es eine Pracht war. Eine fünf Fuß hohe Tanne, die allein im Vordergrund stand, sah besonders reizend aus. Sie war regelmäßig gewachsen, hatte auf jedem Zweig einen Schneestreifen, an den Zweigspitzen kleine Eiszapfen, und glitzerte und flimmerte nur so im Mondenschein. Das Christkindchen ließ den Arm des Weihnachtsmannes los, stieß den Alten an, zeigte auf die Tanne und sagte: "Ist das nicht wunderhübsch?" "Ja", sagte der Alte, "aber was hilft mir das ?" "Gib ein paar Äpfel her", sagte das Christkindchen, "ich habe einen Gedanken." Der Weihnachtsmann machte ein dummes Gesicht, denn er konnte es sich nicht recht vorstellen, daß das Christkind bei der Kälte Appetit auf die eiskalten Äpfel hatte. Er hatte zwar noch einen guten alten Schnaps, aber den mochte er dem Christkindchen nicht anbieten. Er machte sein Tragband ab, stellte seine riesige Kiepe in den Schnee, kramte darin herum und langte ein paar recht schöne Äpfel heraus. Dann faßte er in die Tasche, holte sein Messer heraus, wetzte es an einem Buchenstamm und reichte es dem Christkindchen. "Sieh, wie schlau du bist", sagte das Christkindchen. "Nun schneid mal etwas Bindfaden in zwei Finger lange Stücke, und mach mir kleine Pflöckchen." Dem Alten kam das alles etwas ulkig vor, aber er sagte nichts und tat, was das Christkind ihm sagte. Als er die Bindfadenenden und die Pflöckchen fertig hatte, nahm das Christkind einen Apfel, steckte ein Pflöckchen hinein, band den Faden daran und hängte den an einen Ast. "So", sagte es dann, "nun müssen auch an die anderen welche, und dabei kannst du helfen, aber vorsichtig, daß kein Schnee abfällt!"
Freut euch auf morgen, dann gibt es den 3. Teil der Geschichte...
Weihnachtliche Grüße
Anika
PS: Credits gehen an Tanja (Papier und Band aus dem “Winterkit”), an Lindsay Jane Design (Knopf) und an Molly’n’Max für den Anhänger vom Kit "Highland Dreaming”.
Sonntag, 2. Dezember 2007
Das 2. Türchen

Der Weihnachtsmann ging durch den Wald. Er war ärgerlich. Sein weißer Spitz, der sonst immer lustig bellend vor ihm herlief, merkte das und schlich hinter seinem Herrn mit eingezogener Rute her. Er hatte nämlich nicht mehr die rechte Freude an seiner Tätigkeit. Es war alle Jahre dasselbe. Es war kein Schwung in der Sache. Spielzeug und Eßwaren, das war auf die Dauer nichts. Die Kinder freuten sich wohl darüber, aber quieken sollten sie und jubeln und singen, so wollte er es, das taten sie aber nur selten. Den ganzen Dezembermonat hatte der Weihnachtsmann schon darüber nachgegrübelt, was er wohl Neues erfinden könne, um einmal wieder eine rechte Weihnachtsfreude in die Kinderwelt zu bringen, eine Weihnachtsfreude, an der auch die Großen teilnehmen würden. Kostbarkeiten durften es auch nicht sein, denn er hatte soundsoviel auszugeben und mehr nicht. So stapfte er denn auch durch den verschneiten Wald, bis er auf dem Kreuzweg war. Dort wollte er das Christkindchen treffen. Mit dem beriet er sich nämlich immer über die Verteilung der Gaben. Schon von weitem sah er, daß das Christkindchen da war, denn ein heller Schein war dort. Das Christkindchen hatte ein langes weißes Pelzkleidchen an und lachte über das ganze Gesicht. Denn um es herum lagen große Bündel Kleeheu und Bohnenstiegen und Espen- und Weidenzweige, und daran taten sich die hungrigen Hirsche und Rehe und Hasen gütlich. Sogar für die Sauen gab es etwas: Kastanien, Eicheln und Rüben. Der Weihnachtsmann nahm seinen Wolkenschieber ab und bot dem Christkindchen die Tageszeit. "Na, Alterchen, wie geht's?" fragte das Christkind. "Hast wohl schlechte Laune?" Damit hakte es den Alten unter und ging mit ihm. Hinter ihnen trabte der kleine Spitz, aber er sah gar nicht mehr betrübt aus und hielt seinen Schwanz kühn in die Luft. "Ja", sagte der Weihnachtsmann, "die ganze Sache macht mir so recht keinen Spaß mehr. Liegt es am Alter oder an sonst was, ich weiß nicht. Das mit den Pfefferkuchen und den Äpfeln und Nüssen, das ist nichts mehr. Das essen sie auf, und dann ist das Fest vorbei. Man müßte etwas Neues erfinden, etwas, das nicht zum Essen und nicht zum Spielen ist, aber wobei alt und jung singt und lacht und fröhlich wird." Das Christkindchen nickte und machte ein nachdenkliches Gesicht; dann sagte es: "Da hast du recht, Alter, mir ist das auch schon aufgefallen. Ich habe daran auch schon gedacht, aber das ist nicht so leicht."
Und morgen geht's weiter...
Weihnachtliche Grüße
von Anika
PS: Credits für das "Kalenderblatt" gehen an Tanja, ich habe ihr "Winterkit" benutzt!
Samstag, 1. Dezember 2007
Samstag, 1. Dezember
