Sonntag, 26. September 2021

Stadtspaziergang in Lübeck

Dieses Jahr haben mein Mann und ich unseren Hochzeitstag mit einem Tag in Lübeck und Travemünde gefeiert. Wir sind am Montagmorgen gegen 9 Uhr zuhause gestartet, damit wir möglichst viel Zeit haben. 

Unser 1. Stop war die St. Marienkirche, da wir direkt in einem Parkhaus nebenan geparkt haben.


Eine der 19 Kapellen der Marienkirche, die Marientidenkapelle, genauer gesagt der Antwerpener Altar.

Die astronomische Uhr in der Totentanzkapelle und die Totentanzfenster


Das Kirchenschiff, für mich eine der schönsten Kirchen, die ich besucht habe. Momentan wird gerade renoviert, so daß Gottesdienste z.T. draußen in einem Zelt stattfinden. So sah es für uns zumindest aus.

Zwei der Glocken, die in der Bombennacht an Palmsonntag 1942 vom Turm stürzten.

Die Buxtehude-Orgel, gebaut von Dieterich Buxtehude, der auch in der Kirche beigesetzt wurde.

1986 war ich das erste Mal in Lübeck, unsere erste Klassenreise ging mit zwei 5. Klassen in diese wunderschöne Stadt. Einiges, was wir damals von unseren sehr engagierten Klassenlehrerinnen gelernt und auf vielen Stadtspaziergängen gehört haben, weiß ich noch heute. Deshalb übt diese Stadt einen ganz besonderen Zauber auf mich aus. 

Anschließend sind wir durch die Fußgängerzone in Richtung Heiliggeisthospital und Burgtor weitergegangen.

Die Rückseite des Rathauses

Das Heiliggeisthospital, leider Montags geschlossen, so daß wir es nicht von innen besichtigen konnten.

Das Landesamt für Soziale Dienste, untergebracht in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1896.

Das Burgtor und links davon das Museumsareal des Europäischen Hansemuseums, welches wir uns auf dem Rückweg teilweise angesehen haben.

Durch das Burgtor sind wir vor 35 Jahren immer von und zu unserer Jugendherberge gewandert, jeder Stadtspaziergang startete sozusagen hier.  




Dieses Museumsareal gab es 1986 noch nicht und dieses Mal haben wir uns nicht mehr Zeit für eine ausführliche Besichtigung genommen. Das war aber sicherlich nicht der letzte Besuch in Lübeck, so haben wir ein Ziel für's nächste Mal ;-)


An der Trave entlang sind wir in Richtung Holstentor und Salzspeicher gewandert. Auch dieses haben wir uns für einen späteren Besuch aufgespart, wenn wir mal mit den Kindern unterwegs sind. Denn im Inneren gibt es ein sehr interessantes Museum, wie ich mich erinnere. 

Auf dem Weg zurück in die Altstadt haben wir einen Abstecher zu St. Petri gemacht, den Aussichtsturm, den wir 1986 auch besucht haben. 

Blickrichtung Dom und Naturkundliches Museum

Blick auf Marienkirche, Marktplatz und Rathaus


Blick auf Holstentor, Salzspeicher und Baukran

Die Untertrave

Auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin sind wir zur Jugendherberge gefahren, in der wir 1986 eine Woche verbracht haben. Früher hieß es noch "Folke-Bernadotte-Haus", jetzt ist es die Jugendherberge "Vor dem Burgtor". Es hat sich zwar einiges verändert, aber mit einem alten Foto habe ich es doch noch wiedererkannt. 

Ein weiterer Wunsch war der Besuch der "Passat" in Travemünde. Dafür sind wir ein paar Kilometer weiter in Richtung Ostsee gefahren. Mussten uns natürlich aufs Navi verlassen, welches uns mit einer Fähre weiterschicken wollten. Das kam uns komisch vor, zumal wir im Hafen von Travemünde doch ein Schiff mit mehreren Masten sehen konnten. Also VOR der Fähre. Also haben wir das Auto geparkt und sind zu Fuß weiter in Richtung der Masten.


Wieder eine wunderschöne Altstadt mit netten kleinen Gassen.

Tja, die Masten stellten sich als "Alexander von Humboldt II" heraus. Wenn ich mal meine Hausaufgaben gemacht hätte, wäre mir aufgefallen, daß die "Passat" ein Viermastbark ist, die Masten, die wir gesehen hatten, aber nur zu dritt waren...




Aber auch so sehr beeindruckend! Die Alex-2 lag dort nur zu Besuch und sollte in den nächsten Tagen zu einem mehrtägigen Turn aufbrechen.

Für die Passat hätte man dann wirklich die Fähre nach Priwall nehmen müssen. Da es aber schon 15:45 Uhr war und das Schiff um 16:30 schloss, haben wir uns auch diesen Besuch für einen anderen Tag aufgehoben. Das hätten wir einfach nicht mehr geschafft!

Wie könnte es anders sein, habe ich auch in Lübeck und in Travemünde einige Steine ausgewildert. Besonders schön fand ich auch diese Statue in der Altstadt von Travemünde:



So langsam machten sich unsere Füße bemerkbar, so daß wir uns auf den Weg zum Auto und anschließend direkt auf den Heimweg gemacht haben. 

Ein wunderschöner Tag in Lübeck endete mit einem gemeinsamen Abendbrot mit frischen Brötchen und der ganzen Famlie :-)

Herzliche Grüße

Anika


Sonntag, 5. September 2021

Kissen- und Kuchenparade

Im August waren wir voll im Sommerferienmodus und haben die Zeit zuhause genossen, viel unternommen haben wir nicht. So haben wir uns sehr gefreut, als sich für das letzten Wochenende Freunde für einen Kaffeebesuch angekündigt haben. 

Endlich mal wieder einen Kuchen backen! Und beim Reinschieben in den Ofen stellte ich fest, daß es irgendwie eine Deutschlandflagge geworden ist: Äpfel, rote Johannisbeeren und Blaubeeren ;-)

Ein einfacher Rührkuchen, in den laut Rezept eigentlich Apfelwürfel untergerührt werden. Ich habe das z.T. tiefgekühlte Obst aber einfach obendrauf gelegt, die Äpfel mit Zimt+Zucker bestreut und das Beerenobst mit braunem Zucker.



Auf jeden Fall sehr lecker! Merke ich mir für später ;-)

In der letzten Augustwoche war ich außerdem mit Töchterchen in Harburg shoppen, u.a. "musste" ich auch mal wieder zu Tedox, weil ich zwar im Lockdown Kissenbezüge genäht habe, aber keine Füllkissen mehr hatte. Nun sind unsere Upcycling-Kissenbezüg endlich fertig und haben auf dem Sofa Platz genommen:

2 kleine und das große gab es schon vorher, 2 sind neu dazu gekommen

Und alle mit Hingucker-Reißverschluss!



Da die beiden Neuen etwas weniger Füllung haben als die Alten, hat man immer das Richtige zum Knuffeln und kann sich aussuchen, wie man liegen oder sitzen möchte ;-)

Ich dachte vorher nicht, daß Jeans doch so kuschelig als Kissen sein kann, aber ich bin immer wieder begeistert!

Herzliche Grüße

Anika




Sonntag, 15. August 2021

Im Garten

 .... geht's ab bei uns! Nachdem im Juni Lilapunkt und eine nicht gekennzeichnete Weinbergschnecke für Nachwuchs sorgen wollten...

 ...habe ich eben jenen Nachwuchs vermutlich im August gefunden...

Nummer eins


Das ist Nummer zwei



Und hier Nummer 3 und 4

Da ich am Montag ganz viel Unkraut rausgezogen und damit ihre Verstecke im Gras praktisch aufgelöst habe, liefen mir insgesamt 9 Weinbergschnecken über den Weg! 


Diese drei sind schon älter und ausgeblichen, die jüngeren scheinen die braunen zu sein. Ich freue mich jedenfalls sehr über den Nachwuchs! Diese Art Schnecken sind bei uns willkommen und werden gehegt und gepflegt. Also zur Seite gesetzt, wenn sie beim Rasenmähen im Weg liegen etc.

Und dann war da noch eine größere braune, das war Nummer 9


Ich habe sie alle erstmal in die Nähe des Wasserlaufes gesetzt, aber sie verteilen sich eh wieder im gesamten Garten...

Herzliche Grüße
Anika

Montag, 26. Juli 2021

Sommernähen

Nähen im Sommer, wieder auf der Terrasse und wie angekündigt, auch ein wenig Upcycling - denn die Waschlappen sind jetzt auch fertig! Wie angekündigt im letzten Post, habe ich sie mit dem selbstgemachten Schrägband eingefasst. Auch dieses Handtuch hat ein Loch und ist uns einfach zu dünn, um als "vollwertiges" Duschtuch benutzt zu werden.

Gemeinsames Malen - Zuschneiden - Nähen auf der Terrasse bei herrlichem Wetter und knapp 30 Grad

Es wurden unterschiedliche Größen, eigentlich sind die hellen Tücher links mit 30x30cm etwas zu groß. Bei den anderen habe ich noch einen 5cm breiten Streifen abgeschnitten, die sind nun nur 25x25cm geworden. Hier sind erstmal nur die mit dem fertigen Schrägband zu sehen, das reichte aber nicht, ich habe noch rotes, geblümtes Band genommen und ganz zum Schluss noch unifarbenes in hellblau hergestellt und vernäht.

Um 21.30 habe ich dann mal zusammengeräumt und mich auf's Sofa verfrachtet. Das Sitzen war doch nicht so angenehm, der Tisch ist zum Nähen zu hoch, ich bin einen niedrigeren Tisch gewohnt...

Außerdem habe ich eine Garnrollentasche ausprobiert - zu finden in der Zeitschrift "Patchwork & Nähen Spezial - Ordnungshelfer", Ausgabe 5/2019.

Mehr braucht man gar nicht! Ich habe meinen Ditte-Stoff von Ikea angeschnitten und eine ganz schlichte Rolle genäht, nur die Gummibänder sind mit rotem Stoff bezogen.

Innen wollte ich nicht nur Nähgarn, sondern auch anderes Nähzubehör unterbringen.

Zusammengerollt ist da noch gut Luft drin, aber man sieht ja auf dem Bild vorher, daß es nicht voll ist. Auf die Naht habe ich ein Waschbären-Webband aufgenäht, doch nicht ganz schlicht ;-)

Vorbereitet habe ich noch 2 kleine Teile - das Nadelboot Elisabeth von Snaply und ein Mini-Portemonnaie zum Umhängen in Form einer Eistüte (Anleitung von Kid5). Beides habe ich gerade fertiggenäht:



Beide Teile sind aus unterschiedlichen Resten aus Buttinette Quiltpaketen entstanden. Ich habe gestaunt, wie groß das Nadelboot doch ist. Es kam mir auf Vorschaufotos etwas kleiner vor - aber es ist schön so! Bestimmt auch mal ein schönes Geschenk für einen nähende Freundin ;-) 

Die Eistüte habe ich nicht ganz nach Anleitung genäht, dort war nur eine Lage Stoff vorgesehen, das erschien mir bei Baumwoll-Webware aber zu dünn. So habe ich doppellagig mit einer Schicht Bügeleinlage genäht und den Stoff links auf links innerhalb der NZG zusammengenäht und als eine Lage wie in der Anleitung verarbeitet. So scheint es mir stabiler. 

Töchterchen beschwerte sich, daß sie keine passenden T-Shirts mehr im Schrank hätte, wo sie doch morgen zur Oma in die Ferien fährt. Mal sehen, ob ich noch ein schnelles Shirt schaffe...

Herzliche Grüße

Anika

Freitag, 23. Juli 2021

Upcycling-Projekt im Sommer

Oder - der etwas längere Titel: Über das Wiederverwerten von Handtüchern und die Herstellung von eigenem Schrägband

Neulich habe ich stapelweise Handtücher in allen Größen aussortiert, es musste Platz her für was Neues. Aber wegschmeissen ist auch nicht so einfach (das ist doch noch gut!), also habe ich mich entschlossen, erstmal mit einem Duschtuch anzufangen, es zu zerschneiden und auch erstmal ein kleines Stück Schrägband selbst zu machen. 

Diese Anleitung von Farbenmix fand ich toll, aber ich habe mit ca. 30x30cm angefangen, es kam also wirklich nicht viel Band dabei raus. Ebensoschnell war es auch aufgebraucht... Und da ich neben dem knallbunten Handtuch auch noch einige blaue zu neuem Leben verhelfen möchte, habe ich mir einen nicht so beliebten Stoff mit Blautönen rausgesucht und aus einem ca. 70x70cm großen Quadrat Schrägband gemacht. Und weil's so schön draußen war, habe ich auf der Terrasse gesessen - war auch besser mit den ganzen Frotteefusseln...

Angezeichnet, zusammengenäht und nun wird geschnitten

Geschnitten und auf ein 50-cm-Lineal gewickelt, es waren so ca. 8m

20 Minuten bügeln mit dem Schrägbandformer und meinem Mini-Bügeleisen

Und fertig ist die Rolle Schrägband!

Alle 11 Waschhandschuhe aus einem Duschtuch - ein 12. wäre auch gegangen, aber da war das Loch, was zum Aussortieren geführt hat ;-) Rechts liegen die mit dem ersten Schrägband, mit Blümchen, links habe ich die originale Kante beibehalten und vorne liegen die beiden mit dem "neuen" Schrägband. 

Falls es jemanden genauer interessiert: das Frotteehandtuch habe ich in 20x30cm große Stücke geschnitten, damit sind die Waschhandschuhe etwas größer als unsere anderen, aber auch bequemer zum An- und Ausziehen. Kleine Aufhänger habe ich ebenfalls aus dem Schrägband gemacht. Mit der Nähmaschine erst die Kante oben mit Schrägband versäubert, dann zusammengenäht. Dieses Mal ganz ohne Overlock, nur nochmal mit der Nähma versäubert innen.

Ich denke, aus den blauen Handtücher mache ich mal Waschlappen mit Einfassband...

Herzliche Grüße

Anika