Mittwoch, 17. Juni 2026

Mal wieder Musik

In meinem Musikzimmer läuft zwar immer Musik oder ein Hörbuch, aber geschrieben habe ich lange nichts darüber. 

Im Mai war ein langerwartetes Konzert von Luka Bloom in der Musichall in Worpswede - genauer gesagt haben wir 18 Monate auf dieses Konzert gewartet. Im April 2023 war ich mit Töchterchen zuletzt dort für eins seiner Konzerte und er wollte im Jahr drauf wiederkommen, da die Musichall dann ein Jubiläum feierte. Leider kam Luka im September 2024 etwas dazwischen und das war nicht ohne. Er musste wegen gesundheitlicher Probleme länger pausieren, so dass wir uns schon Sorgen machten. Im Dezember 2025 kam die erlösenden Nachricht, dass die Konzerte größtenteils nachgeholt werden und es neue Termine für 2026 gibt.

Ich hatte zwei Karten für meine Freundin U. und mich gekauft, die weiterhin für Worpswede gültig waren. So sind wir gut gelaunt und bei schönstem Wetter quer durch den Landkreis gefahren, um Luka und seine Musik zu hören. 

Der übliche riesige Strauß Blumen auf der Bühne!

 Viele Geschichten zum Lachen und Erinnern vor den Liedern!

Und ein Foto, wie es das auch noch nicht gab: Rena, Sabine und ich nach Jahren mal vereint auf einem Bild! Wir haben uns vor ... ja, schon Jahrzehnten... immer wieder auf Konzerten getroffen und verabreden uns lose für Wiedersehen!

U. hat mir dann Tage später eine Überraschung bereitet, nachdem sie sich abends zwei CDs gekauft hatte, hat sie mir eine zum Geburtstag geschenkt. Und ich hab nix gemerkt, dass die für mich sein soll! Danke, U.!

Ein wunderschöner Abend mit vielen alten Liedern zum Mitsingen, neuen und alten Geschichten zu den Songs und zum Schluss noch guten Wünschen für einen schönen Geburtstag, den Luka am folgenden Tag feierte. Aber so lange, dass wir schon gratulieren konnten, dauerte der Abend dann doch nicht ;-)

Herzliche Grüße & bis bald

Anika 

Sonntag, 7. Juni 2026

Aus den Nähkursen im Frühjahr

Eine kleine Bilderflut, ohne große Erklärungen - Kindernähkurse im Frühjahr 2026

Ich lieb's einfach - ein Zwischendurch von J. für mich! Ein Rest Jeans, Füllwatte und die gesammelten Stecknadeln und Klipse finde ich dann bei mir in der Schublade vor den nächsten Kurs!

Turnbeutel müssen einfach sein - jeder hat welche, aber die wenigsten einen selbstgenähten! Knallig in gelb und orange oder in dezenter mit schwarz und Zeitungsdruck.


Und statt sich erst an geraden Nähten zu versuchen, hat sich mein Anfängerkurs gleich in der 2. Stunde an Rundungen über Rundungen gemacht, akkurate Patchworkarbeit abgeliefert und beim Tischset tolle Mittelpunkte geschafft. Da war ich wirklich stolz!


Und auch diese Tasche ist innerhalb von nur 2,5 Stunden entstanden! Das Mädchen ist seit einem Jahr dabei, hat nun ihre eigene Nähmaschine und hat sich spontan entschlossen, dass sie diese Tasche für den nächsten Urlaub braucht. Zuhause musste sie dann nur noch die Zugbänder einfädeln, alles andere haben wir mit etwas Überziehen der Zeit im Nähkurs geschafft! Toll! 

Testen musste ich noch einen Nadelkissenring - mein alter war schon etwas zerfleddert und eine Gruppe möchte gerne solche Ringe basteln:

Ganz entspanntes Nähen mit nur einer Kursteilnehmerin, so dass ich mich mit meiner Maschine dazugesetzt habe. Am Ende war *mal wieder* die Füllwatte leer und wir hatten zwei gedrehte Leseknochen mehr. Schön zum Verschenken!

Oft vergesse ich auch einfach die Fotos vom Nähkurs...

Herzliche Grüße

Anika

Sonntag, 24. Mai 2026

Ist der noch okay oder soll der weg?

Die Frage stellte sich mir neulich bei Durchsicht meiner Stoffe, vornehmlich der bisher nicht vernähten Kinderstoffe, die ich mal für meine Kinder angeschafft, aber doch nicht vernäht habe.

Und dann waren da diese nicht ganz 50cm VB Sommersweat in schwarz mit Totenköpfen. Mein Neffe ist ja in dem Alter, in dem Junior Piraten total toll fand. Also hab ich meine Schwägerin gefragt, ob ich den Stoff vernähen oder doch weitergeben soll. Sie fand ihn cool, also wurde ein Shirt zu Ostern draus. Leider haben wir uns nicht persönlich gesehen, weil wir an unterschiedlichen Tagen bei meinen Eltern zu Besuch waren.

Der Schnitt ist wieder "Paul" von Pattydoo, jetzt schon in Gr. 128 und etwas längeren Ärmel. 

Ich wollte mal andere Ärmelabschlüsse als stinknormale Bündchen machen. Also habe ich im ersten Schritt nur den Ringeljersey einlagig an das Ärmelteil genäht, mit dem Gedanken, das könnte ein faules Bündchen oder ein Aufschlag werden. Gefiel mir nicht, wieder abgeschnitten (minus 0,5cm vom verlängerten Ärmel ;-) ) Aaaach, dann doch lieber normales Bündchen, eben aus Jersey. Äääähm, wie näht man doch gleich Bündchen an? Jedenfalls nicht links auf links legen und von links annähen. Totaler Blackout! (minus 0,5cm vom verlängerten Ärmel). Beim 3. Versuch hat's dann richtig geklappt - wie gut, dass der Ärmel vorher verlängert war! Nun reicht das Bündchen sogar für einen Umschlag! 

In den Saum habe ich kleine Schlitze als Detail genäht, halt nicht immer stinknormal ;-) Und natürlich mit kleinen Labeln in der Seitennaht.

 
Passender Plott für die Größe - gebastelt aus einem Totenkopf von LoveSVG und Zahlen.

Nun ist Ostern längst vorbei, der Pulli wird getragen und ich kann mir überlegen, welche Kinderstoffe ich noch vernähe oder doch weiterziehen lassen.

Herzliche Grüße

Anika  

 

Sonntag, 17. Mai 2026

Häkeltuch UFO

Schon vor fast zwei Jahren habe ich mir ein Bobbelpaket über Facebook gekauft. Dabei waren einige Farbverlaufsbobbel und auch bereits angefangene Projekte. Einiges habe ich aufgeribbelt, aber bei einem Tuch gefiel mir der Anfang doch ganz gut, das ist erstmal in der Kiste verschwunden. Hier habe ich zuerst darüber geschrieben. Ende März diesen Jahres habe ich mich intensiver mit dem Tuch beschäftigt, mir die Anleitung bei Crazypattern gekauft und weiter gehäkelt. Das Tuch heißt Best of PicSar Design und kann dort über die Seite gekauft werden.

Gestartet bin ich dort, wo die Häkelnadel liegt. Zuerst habe ich nur die Beschreibung gelesen und die Häkelschrift am Ende der Anleitung nicht beachtet, weil ich sie nicht gut lesen kann bzw. verstehe. Sie ist aber essenziell für das Verständnis des Tuches und welche Masche der Reihe in welche Masche der Vorreihe kommt. Bisher hat sich mir das immer so erschlossen, hier aber nicht. Daher sieht das Muster in hell etwas durcheinander aus, ich habe Reihen dazu gehäkelt, die dort nicht hingehören, weil ich die Maschen nicht richtig setzen konnte. Bisschen durcheinander alles. Aber ich habe mich durchgebissen. 

 
Nachdem die Vorbesitzerin auch schon einiges geribbelt und wieder um die Banderole gewickelt hatte, kam erst nach mehreren Reihen die Beschreibung zum Vorschein. 1300m LL für das komplizierte Muster ergibt letztendlich eine gute Größe. 


 Stand 7. April 2026:

Das Königsblau markiert die Mitte des Bobbels, danach spiegeln sich die Farben. Es sind viele Muster mit vorderen und hinteren (doppelten) Reliefstäbchen dabei, die super aussehen, aber auch nicht so einfach zu häkeln sind, wie ich finde. Durch mein Kuddelmuddel bei den hellen Farben wechselte nun auch die Vorder- und Rückseite des Tuches... Ein oder zwei Muster habe ich weggelassen, dafür andere zweimal gehäkelt.
 
Stand 12.4.2026:  

Eine Woche später versuche ich mich noch einmal an dem Mustersatz, der am Ende ähnlich wie ein Zopfmuster aussieht, gehäkelt mit vorderen doppelten Reliefstäbchen in der Hinreihe und hinteren Reliefstäbchen in der Rückreihe. Und wenn man dann verstanden hat, dass diese Reliefstäbchen akkurat übereinander stehen müssen, entsteht besagtes Zopfmuster.
 
 

Weitere 10 Tage später bin ich wieder bei Lila angekommen und häkle ein Randmuster aus einem anderen Tuch, das ich mir leicht abgewandelt habe. Zwei Stäbchen werden mit zwei weiteren Stäbchen umhäkelt und die nächsten beiden Maschen werden übersprungen. Davon habe ich 4 oder mehr Reihen gemacht.

 
Es ist nur noch ein Hauch vom Bobbel übrig, daher nicht mehr transportfähig und ich häkle am Tisch.

 
 Und am 3. Mai bin ich dann fertig:

Hier ist die Seite mit den Zopfmustern die Vorderseite 


Und hier sind die Rauten aus Reliefstäbchen die Vorderseite:
 

Letztendlich ist es egal, nach welcher Seite das Tuch getragen wird. Nur ob ich es wirklich behalte, steht noch nicht fest... Das Königsblau ist eigentlich nicht so meine Farbe. Ich werde es jetzt mal waschen und vielleicht sogar blocken und dann überlege ich weiter...
 
Fortsetzung folgt...
 
Herzliche Grüße
Anika

Montag, 11. Mai 2026

Dachboden-Aufräumaktion

Nachdem neulich schon der Keller bei meinen Eltern dran war, sind wir bei nächsten Mal auf den Dachboden gegangen und haben dort nach Schätzen gestöbert. Es waren Osterferien und mein Töchterchen war mit. Sie hatte ganz klare Ziele - sie möchte das Puppenhaus wiederhaben. Mit knapp 16 Jahren! Okay, angucken, Puppenmöbel raussuchen, aber das Puppenhaus wurde von Oma verweigert. *lol

Einige Kisten und Kartons habe ich mit nach Hause genommen, um sie hier durchzusehen und zu entscheiden, was wegkann und was in eine Erinnerungskiste auf unseren Dachboden kommt.

Kreativ war ich schon als Kind ;-)

Eine Gipsfliese bemalt und schön in Großbuchstaben auf die Rückseite meinen und den Namen meiner Freundin geschrieben. Leider hat die Fliese nicht überlebt und die Fotos sind jetzt alles, was davon bleibt. 

 
Diese tollen Filzstiftmäuse und Zwerge habe ich geliebt. Aber auch die malten nach nunmehr über 40 Jahren nicht mehr (wobei ich erstaunt war, dass überhaupt noch Farbe rauskam!)

Origami war etwas später, so als Jugendliche mit 14 oder 15, schätze ich.



Das war in der 5. oder 6. Klasse in der Orientierungsstufe, ein 3D-Bild aus Styropor. Auch hier ist das Foto alles was blieb! Oh nee, warte, der Rahmen kann auch nochmal verwendet werden...

Keine Werke von mir, aber da habe ich noch vor meiner Schulzeit fleißig Joghurt von LüneBest gegessen, die Metalldeckel gesammelt und eingeschickt, woraufhin diese beiden Bilder als Prämie zurückkamen.


Ein frühes Fensterbild, hat leider im Karton gelitten und musste daher auch gehen.

Zur Erinnerung fotografiert und dem Müll übereignet...

Das könnte sogar noch von meiner Mutti sein - selbsthaftende Folien, eine durchsichtige Folie zum Legen und einfarbige Vorlagen zum Drunterlegen. Formen, Blumen, Buchstaben... Aber auch das ging den Weg alles Irdischen, der Geruch von altem Plastik...

Bemalte Kugeln und Becher, gedacht als Kerzenständer für dünne Kerzen. So filigran bemalt, wie es mit dem Schulpinsel ging, aber jetzt auch durch den Kamin gegangen.

Wie die alte Packung schon sagt "Erstes Sticken", wobei genau diese beiden Bilder noch irgendwo bei meinen Eltern hängen könnten.

Eine sehr hübsche Serie von Ravensburger mit Applikationen von Pappteilen und Acrylgarn. Es ist ein fortlaufendes Motiv, wie man am Hintergrund erkennen kann. Der grüne Blümchenstoff existiert in meinem Stoffschrank noch in Resten, allerdings in rot und blau. Damit war die Bettwäsche von meinem allerersten Puppenwagen von meiner Mutti genäht worden.

Ausnähbilder von Schmidt Hobby - auch sehr schön! Solche Karten gab es dann auch manchmal noch im Handarbeitsladen von Wollfirmen, die habe ich aber nicht fotografiert.


Zu guter Letzt noch zwei Kindertaschen von mir. Sicherlich mal von jemandem selbstgenäht. Die orange Tasche hatte innen einen beschichteten Stoff, die helle Tasche ist außen beschichtet. Beide stanken nach Muff, nach Dachboden und fühlten sich nicht mehr gut an.

Die Kartons selbst muss ich auch entsorgen, sonst geht der Muff ja gar nicht raus. Nachdem es tageweise alles draußen auf der Terrasse ausgestunken hat, muss ich es noch in neue Kisten verpacken und womöglich weiter aussortieren. Und in Erinnerungen schwelgen...

Herzliche Grüße

Anika