Donnerstag, 17. November 2022

Herbstspaziergang

Ein kleiner Spaziergang durchs Dorf am 12. November






Sehr schönes Licht und mit ein paar Kranichen, die hier im Umkreis Zwischenstation machen.

Herzliche Grüße

Anika



Mittwoch, 19. Oktober 2022

Herbstpullis

Tjaaa, meine neuen Pullis... angefangen hat es im Mai 2018 auf dem Stoffmarkt in Bremen... bei Traumbeere am Stand habe ich einen wunderschönen Pulli mit einem Panelstoff gesehen und mich direkt mit dem Panel und entsprechendem Kombistoff eingedeckt. Verarbeitet habe ich ihn aber lange nicht. Richtig ernst wurde es damit vor 2 Jahren, als ich feststellte, dass mir das mit den beiden Stoffen wohl doch zu wirr, zu bunt, zu viel Muster wird. So habe ich mir einen unifarbenen Stoff dazugekauft, in koralle. Und wieder nur beiseite gelegt. 

Anfang diesen Jahres wollte ich das Projekt Pullover mit Panel nun endlich angehen, breitete den Stoff aus - und musste feststellen, dass das Panel schief ist. Entweder verzogen vom Waschen oder vorher schon.

So passte dann leider mein favorisierter Schnitt nicht! Es sollte eigentlich eine "Lynn" von Pattydoo werden - da ist das Vorderteil nach vorne zulaufend zugeschnitten, aber selbst das reichte nicht:

Weitergesucht in den Tiefen meiner Schnittmusterordner...

... und auf einen Adventskalender von Näähglück aus dem Jahr 2017 gestossen, den Hoodie "Satu". Alles klar, das versuchen wir! Und dann fehlt mir ausgerechnet der Tag, an dem der Schnitt für das äußere Vorderteil veröffentlicht wurde. 

Frustriert alles wieder weggepackt und mehrere Monate hat mich der Schnitt und der Stoff vorwurfsvoll angesehen! Zwischenzeitlich wollte ich dann lieber einen Kombistoff in türkis dazukaufen, leider in der Sommersweat-Qualität nicht mehr verfügbar im Onlineshop, auf dem Stoffmarkt leider auch nicht zu bekommen, also in dickem Sweat dazugekauft, genauso wie türkises Bündchen.

Es wurde wieder September und ich wollte mir so langsam Jacken und Pullis fürs Büro im Herbst nähen. Einen Cardigan "Mary" von Pattydoo später...

Ein Stoff, mitgebracht fürs Töchterchen 2019 aus Dänemark, war nicht mehr gewünscht, durfte ich vernähen. 

Ein Rest Blättersweat gebraucht gekauft mit einem 15cm Schnitt mittig im Stoff, dass es nicht für einen weiteren Cardigan "Mary" reichte.

Ach, dann könnte ich DEN Stoff doch zum Testen für den Hoodie "Satu" für das Panel nutzen...

 
Kombination mit diesem Sommersweat, von dem irgendjemand im Laden ganz kreativ einen Kreis ausgeschnitten hat (auch als Rest gekauft).

 

 Soweit, so gut...

Noch eine Idee von Leni Pepunkt aus einem Instragram-Reel aufgefasst und fertig war mein neuer Herbstpulli. 


Sogar mit passendem Webband!

Bündchen mit Schlitz nach einer Idee von Leni Pepunkt

Andersfarbige Einsätze im äußeren Vorderteil

Bündchen und Kragen aus unifarbenem Sommersweat

Sitzt sehr schön locker, ist kuschelig und bequem. Ich habe eine 44/46 plus 1cm NZG genäht, wie im Schnittmuster angegeben. Dazu die Ärmel um 5cm verlängert, da ich nicht so breite Bündchen wie im Schnittmuster haben wollte. 

Okay, Test gelungen, nun kommt das Panel dran. Ich bleibe bei 44/46, lasse aber die NZG weg, was dann ungefähr einer 40/42 plus NZG entspricht. Klar, macht man eigentlich nicht so, das weiß ich ;-)

Was mache ich? Überlege mir, dass ich das VT ja auch zusammensetzen könnte und schneide natürlich fröhlich das VT als erstes zu und denke nicht mehr dran, WIE schief das Panel eigentlich ist!

Um dann nicht so viel Verschnitt zu haben, nehme ich nun nicht die original Teilung, sondern lege kreativ mein Kurvenlineal an und schneide nur das Nötigste ab. Warum habe ich nochmal dieses Schnittmuster ausgewählt? Achja, wegen der Teilung, die ich hierfür unbedingt brauche...

Kombinieren mit dem Koralle war immer noch keine Option, also doch die Kombi mit dem dicken türkisen Sweat. Ist ja nur für die Seitenteile und ein wenig am Kragen. Damit das Panel weit genug unten sitzt, habe ich die Schulterpartie ebenfalls gestückelt und Türkis angesetzt.

So sieht die Kombi doch ganz gut aus, mit dem Kragen und den Schulterpartien in türkis - allerdings fand meine Overlock das nicht wirklich toll, so dass ich den Kragen mit der Nähmaschine angenäht habe.

Es sind normale Bündchen an die Ärmel gekommen und ein breiteres an den Saum, wie beim dem ersten Pulli auch.

Wie immer ist der Pulli fertig, aber es gibt kein ganzes Foto von mir ;-)

Auch dieser Pulli sitzt in der kleineren Größe super, mal sehen, wie er sich nach dem Waschen verhält und sitzt. Der Schnitt ist jedenfalls super, mein selbstgezeichnetes Seitenteil vorne passt sich perfekt an.

Herzliche Grüße

Anika

Montag, 17. Oktober 2022

Maschenmarkierer und Reihenzähler

Nachdem meine Freundin und ich total fasziniert waren von diversen Pins auf Pinterest und ich noch einen Reel bei Instagram gesehen hatte, musste ich unbedingt mal ausprobieren, was es mit diesen DIY-Reihenzählern auf sich hat.
Perlen habe ich genügend aus vielen Jahren "immer mal wieder" Schmuck basteln, so dass ich nur einiges an Ringen brauchte.


 Viele tolle Kleinteile, Karabiner, Zahlenperlen, Ringe in verschiedenen Größen...


 Bunte Zahlenperlen sind toll, aber man ist doch etwas festgelegt, was die Kombis angeht. Nächstes Mal dann lieber in weiß...


Und soooo tolle Anhänger...


Zuerst mussten die Zahlenperlen sortiert werden. Eine schöne Mischung, leider waren nicht alle Zahlen in lila vorhanden...



Und dann habe ich losgelegt! "Living a real life" aus Neuseeland hat ein tolles Tutorial, nach dem ich letztendlich auch gearbeitet habe und viele tolle Ideen. Auf ihrer YouTube Seite finden sich viele Videos zum Thema Schmuck basteln. 

Dieser Pin https://pin.it/R63Y7Dj hat mich inspiriert und ich habe versucht, es nachzubasteln.

Mein erster Reihenzähler mit passenden Maschenmarkierern. Gebastelt für meine Freundin S. zum Geburtstag. Gerade überreicht, also kann ich hier endlich ein Bild posten ;-)

Dieser ist für mich! Etwas kürzer, etwas leichter. Was wie optimal ist, muss ich und müssen wir noch herausfinden!

Weil's so schön ist und so viel Spaß macht, habe ich gleich noch einen hinterher gemacht. Hier sind die einzelnen Ringe "beschriftet", haben also ihre Nummer direkt im Ring. So muss man vielleicht nicht überlegen, in welcher Reihe man nun ist.



Oh und wer sich fragt, wie das überhaupt funktioniert - ich versuche es mal zu erklären, denn den Text, den ich irgendwo mal gefunden habe, finde ich in diesem Moment natürlich NICHT wieder ;-)

Die großen Ringe sind für die Stricknadeln, d.h. der Reihenzähler kann direkt an der Strickarbeit hängen. Die Reihen 1 bis 10 können gezählt werden indem man die Stricknadel durch die entsprechenden Ringe steckt. Kommt man zu Reihe 11, hakt man einen der Maschenmarkierer mit dem Karabiner in den Ring mit der 1 ein und steckt die Nadel ebenfalls durch diesen Ring. Bei Reihe 12 kommt die Nadel durch den Ring mit der Nummer 2. Bei 13 in die 3 usw. Bei Reihe 21 wird der Karabiner in die 2 eingehakt und man zählt mit den Ringen weiter durch. So kann man mit diesem Reihenzähler bis zur Reihe 110 zählen. Danach könnte man einen weiteren Maschenmarkierer in das Strickstück setzen und ab dort wieder von vorne beginnen. 


So siet einer der kleinen Maschenmarkierer aus - und ein Probestück für einen Kettelstift... Es gibt da ganz tolle Zangen, die das in einem Arbeitsgang machen, ich war total begeistert, als ich das in dem Videotutorial gesehen habe! Ich bin bei der altbewährten Methode mit einer Rundzange geblieben, mit etwas Übung funktioniert das auch ;-)

Ich habe noch ganz viele Ideen für weitere Markierer im Kopf...

Erzählt mal, kennt ihr diese Reihenzähler schon oder nutzt ihr andere Methoden?

Herzliche Grüße

Anika

Freitag, 9. September 2022

Buchtasche / Clutch

Neulich haben wir mal wieder ein Buch verschenkt (puuuh, was dieses Geschenk so alles nach sich zog *lol) - und so pur und schnöde in Geschenkpapier hatte ich keine Lust drauf. Also habe ich flugs und wirklich schnell am Tag der Einladung eine Buchtasche genäht. Bei Pinterest hatte ich eine Idee gesehen, aber ohne Anleitung. Das geht doch auch so, nur nach einem Foto!

Ich habe das Buch vermessen, in der Breite ca. 3cm dazugegeben, in der Höhe ebenfalls plus die Dicke des Buches. Damit ist dann nicht nur dieses Buch "abgedeckt", sondern es passen auch mal dickere Schmöker rein. Zusätzlich eine Klappe, etwas schmaler und mit abgeschnittenen Ecken. Den Stoff hatte ich vor einiger Zeit schon gekauft und er ist ja mehr als passend. Dass das erstmal nur die Probe werden sollte und ich als Geschenk eigentlich anderen Stoff nehmen wollte, muss ich ja nicht erzählen. Dann kamen mir aber andere Dinge dazwischen und mein Zeitmanagement ging den Bach runter...


Ein Klettverschluss im 90 Grad Winkel angenäht gibt etwas Spielraum für die Größe der Bücher und sollte so fast immer schließen. Und die kleine Holzeule für den Lesefan musste als kleine Deko auch noch sein. Abgefüttert mit einer Lage Volumenvlies, so ist das Buch unterwegs gut genug geschützt.

Ich glaub, das könnte jetzt meine Standard-Buchverpackung werden! Auf dem Geburtstag wurden Buch und Tasche herumgezeigt und mit "Oh, eine Clutch! Toll!" bewundert. Ja, tatsächlich, das geht auch ;-)

Und was das Geschenk nach sich zog? 

Die Lacher waren auf unserer Seite - und wir haben nun weinselig einen kleinen, aber feinen Buchclub gegründet! Unsere erste Lektüre? Na was wohl??

Herzliche Grüße

Anika

Mittwoch, 31. August 2022

Jetzt strickt sie auch noch!

Nach langen Jahren habe ich im Juni mal wieder die Stricknadeln in die Hand genommen und wollte EEENDLICH MAL meine angefangene Strickjacke fertigstellen. Bisher bin ich soweit gekommen, dass ich eine Weste daraus machen könnte. 

Unser neu gegründeter K&K-Club - nur 3 Freundinnen, die handarbeiten (wollen) - hat den Anstoss gegeben und ich habe voll motiviert die Ärmel begonnen:

Und danach gleich wieder aufgeribbelt - viel zu weit als Strickjackenärmel!


Okay, da steh ich bis heute...

Habe zum Üben dann ein anderes Projekt begonnen ;-)

Die Spitze - es wird ein Dreieckstuch, was auch sonst - ist noch kraus rechts, dann habe ich irgendwann gewechselt und stricke nun in 8er Blöcken weiter, so dass es am Ende ein Ziehharmonikatuch wird, das sich zusammenziehen kann.

Stand: 2. Juli / abends

Stand: 4. Juli morgens - gewechselt auf Rundstricknadeln

Es sind 2 Garne, da ich mit einem Strumpfgarn alleine nicht klarkam, es war mir zu dünn, ungeübt wie ich bin...

Alleine wäre mir das Strumpfgarn wohl auch zu knallig geworden, aber mit dem Mohairmix dazu sieht es aus wie Waldbeeren mit Sahne ;-)

Hier sieht man den Ziehharmonikaeffekt schon schön - im Zipfel unten bleibt es glatt.

Da ich mit Wollresten stricke, ging mir irgendwann das Flauschgarn aus. Ich habe ein Paket mit weiteren Wollresten bei Kleinanzeigen gekauft, wo auch einiges an weißem Mohairmix dabei war. Als Zwischending habe ich 2 Reihen nur Strumpfwolle doppelt gestrickt, denn die beiden hellen Töne sind doch sehr unterschiedlich - wie man hier sieht: 

Aber ich denke, beim fertigen Tuch fällt das gar nicht mehr so sehr auf. Wer auf Fehlersuche gehen mag, auch gerne, es sind einige ;-)

Nach rund einem Monat nähere ich mich dem Ende, das Tuch ist fast so gross wie eins meiner Wintertücher im Half Granny Square Stil:

Und ich habe noch mehr Mohairmix dazugekauft, weil auch die 2 Knäule nicht reichten:

Eine längere Rundstricknadel habe ich mir zwischendurch auch gegönnt, die 70cm reichten nicht mehr. Jetzt habe ich ein System mit unterschiedlichen Seillängen und Spitzen zum Anschrauben. Erstmal nur die eine benötigte Stärke. 

Natürlich wächst jetzt auch der Wunsch, noch mehr zu Stricken...

Ausgerüstet bin ich, habe mal wieder Muttis Vorrat geplündert und mir noch das eine oder andere Set dazu gekauft ;-)

Mitte August - ich strickte nun schon 2 Monate an dem Ziehharmonikatuch - habe ich beschlossen, dass es nun groß genug ist und ich sonst noch ein weiteres weißes Knäuel hätte anbrechen müssen. 

Es ist vollbracht - also abgekettelt!


Hier hatte ich den Wechsel der Knäule markiert, um am Ende sehen zu können, wie weit ich damit reiche.

Abketteln muss ich noch üben und das Ganze in elastisch wäre jetzt auch schön gewesen...

Es ist definitiv ein Wintertuch - ich bin eingegangen, nur während der Fotos!

Und als Stola kann man es auch tragen - sehr praktisch, wer weiß denn schon, was uns der Winter bringt...

Nach 2 Monaten und am Ende über 150 Maschen auf der Nadel ist es nun fertig, auch die Fäden sind vernäht - und es wartet auf kühleres Wetter! Wobei ich sagen muss, dass es sich sehr angenehm stricken ließ, trotz der Wärme und auch ohne schwitzige Hände ;-)

Bleibt noch zu sagen, dass ich auch hier jede Menge weiterer Ideen rumfliegen habe, wie man noch ganz einfache Tücher für Anfänger stricken kann - vom Wollvorrat mal ganz abgesehen ;-)

 Herzliche Grüße

Anika