Freitag, 9. September 2022

Buchtasche / Clutch

Neulich haben wir mal wieder ein Buch verschenkt (puuuh, was dieses Geschenk so alles nach sich zog *lol) - und so pur und schnöde in Geschenkpapier hatte ich keine Lust drauf. Also habe ich flugs und wirklich schnell am Tag der Einladung eine Buchtasche genäht. Bei Pinterest hatte ich eine Idee gesehen, aber ohne Anleitung. Das geht doch auch so, nur nach einem Foto!

Ich habe das Buch vermessen, in der Breite ca. 3cm dazugegeben, in der Höhe ebenfalls plus die Dicke des Buches. Damit ist dann nicht nur dieses Buch "abgedeckt", sondern es passen auch mal dickere Schmöker rein. Zusätzlich eine Klappe, etwas schmaler und mit abgeschnittenen Ecken. Den Stoff hatte ich vor einiger Zeit schon gekauft und er ist ja mehr als passend. Dass das erstmal nur die Probe werden sollte und ich als Geschenk eigentlich anderen Stoff nehmen wollte, muss ich ja nicht erzählen. Dann kamen mir aber andere Dinge dazwischen und mein Zeitmanagement ging den Bach runter...


Ein Klettverschluss im 90 Grad Winkel angenäht gibt etwas Spielraum für die Größe der Bücher und sollte so fast immer schließen. Und die kleine Holzeule für den Lesefan musste als kleine Deko auch noch sein. Abgefüttert mit einer Lage Volumenvlies, so ist das Buch unterwegs gut genug geschützt.

Ich glaub, das könnte jetzt meine Standard-Buchverpackung werden! Auf dem Geburtstag wurden Buch und Tasche herumgezeigt und mit "Oh, eine Clutch! Toll!" bewundert. Ja, tatsächlich, das geht auch ;-)

Und was das Geschenk nach sich zog? 

Die Lacher waren auf unserer Seite - und wir haben nun weinselig einen kleinen, aber feinen Buchclub gegründet! Unsere erste Lektüre? Na was wohl??

Herzliche Grüße

Anika

Mittwoch, 31. August 2022

Jetzt strickt sie auch noch!

Nach langen Jahren habe ich im Juni mal wieder die Stricknadeln in die Hand genommen und wollte EEENDLICH MAL meine angefangene Strickjacke fertigstellen. Bisher bin ich soweit gekommen, dass ich eine Weste daraus machen könnte. 

Unser neu gegründeter K&K-Club - nur 3 Freundinnen, die handarbeiten (wollen) - hat den Anstoss gegeben und ich habe voll motiviert die Ärmel begonnen:

Und danach gleich wieder aufgeribbelt - viel zu weit als Strickjackenärmel!


Okay, da steh ich bis heute...

Habe zum Üben dann ein anderes Projekt begonnen ;-)

Die Spitze - es wird ein Dreieckstuch, was auch sonst - ist noch kraus rechts, dann habe ich irgendwann gewechselt und stricke nun in 8er Blöcken weiter, so dass es am Ende ein Ziehharmonikatuch wird, das sich zusammenziehen kann.

Stand: 2. Juli / abends

Stand: 4. Juli morgens - gewechselt auf Rundstricknadeln

Es sind 2 Garne, da ich mit einem Strumpfgarn alleine nicht klarkam, es war mir zu dünn, ungeübt wie ich bin...

Alleine wäre mir das Strumpfgarn wohl auch zu knallig geworden, aber mit dem Mohairmix dazu sieht es aus wie Waldbeeren mit Sahne ;-)

Hier sieht man den Ziehharmonikaeffekt schon schön - im Zipfel unten bleibt es glatt.

Da ich mit Wollresten stricke, ging mir irgendwann das Flauschgarn aus. Ich habe ein Paket mit weiteren Wollresten bei Kleinanzeigen gekauft, wo auch einiges an weißem Mohairmix dabei war. Als Zwischending habe ich 2 Reihen nur Strumpfwolle doppelt gestrickt, denn die beiden hellen Töne sind doch sehr unterschiedlich - wie man hier sieht: 

Aber ich denke, beim fertigen Tuch fällt das gar nicht mehr so sehr auf. Wer auf Fehlersuche gehen mag, auch gerne, es sind einige ;-)

Nach rund einem Monat nähere ich mich dem Ende, das Tuch ist fast so gross wie eins meiner Wintertücher im Half Granny Square Stil:

Und ich habe noch mehr Mohairmix dazugekauft, weil auch die 2 Knäule nicht reichten:

Eine längere Rundstricknadel habe ich mir zwischendurch auch gegönnt, die 70cm reichten nicht mehr. Jetzt habe ich ein System mit unterschiedlichen Seillängen und Spitzen zum Anschrauben. Erstmal nur die eine benötigte Stärke. 

Natürlich wächst jetzt auch der Wunsch, noch mehr zu Stricken...

Ausgerüstet bin ich, habe mal wieder Muttis Vorrat geplündert und mir noch das eine oder andere Set dazu gekauft ;-)

Mitte August - ich strickte nun schon 2 Monate an dem Ziehharmonikatuch - habe ich beschlossen, dass es nun groß genug ist und ich sonst noch ein weiteres weißes Knäuel hätte anbrechen müssen. 

Es ist vollbracht - also abgekettelt!


Hier hatte ich den Wechsel der Knäule markiert, um am Ende sehen zu können, wie weit ich damit reiche.

Abketteln muss ich noch üben und das Ganze in elastisch wäre jetzt auch schön gewesen...

Es ist definitiv ein Wintertuch - ich bin eingegangen, nur während der Fotos!

Und als Stola kann man es auch tragen - sehr praktisch, wer weiß denn schon, was uns der Winter bringt...

Nach 2 Monaten und am Ende über 150 Maschen auf der Nadel ist es nun fertig, auch die Fäden sind vernäht - und es wartet auf kühleres Wetter! Wobei ich sagen muss, dass es sich sehr angenehm stricken ließ, trotz der Wärme und auch ohne schwitzige Hände ;-)

Bleibt noch zu sagen, dass ich auch hier jede Menge weiterer Ideen rumfliegen habe, wie man noch ganz einfache Tücher für Anfänger stricken kann - vom Wollvorrat mal ganz abgesehen ;-)

 Herzliche Grüße

Anika

Montag, 29. August 2022

Sommergarderobe

... für mich! Ich habe mich entschlossen, mir neue Oberteile für den Sommer zu nähen. In den Ferien hatte ich mir einiges vorgenommen, aber aufgrund der Wärme - auch Hitze genannt - in meinem Kämmerlein und auch draußen, ist es nicht ganz so viel geworden, wie ursprünglich geplant. Wahrscheinlich waren es auch einfach zu viele Ideen, die da übersprudelten und nun einfach noch auf Vollendung warten... öhöm...

Angefangen mit dem Blusenshirt "Thea", das ich schon in einem anderen Post vorgestellte habe:


Einer weiteren "Thea", aber mit V-Ausschnitt statt dem Ausschnitt mit Leisten und Knöpfen

Zu einer weiteren "Sara" von Pattydoo, mit einer bunten Passe - nun ist einer meiner ersten Stoffmarktkäufe aller Zeiten auch aufgebraucht: 

Dieses Shirt habe ich verlängert und wie im Nähblog vorgeschlagen mit Bindebändern an den Seiten versehen.


Hmmm, Tragefotos/Selfies werden bei mir ja nix...

Zwischendurch immer schön viel trinken bei der Hitze:

Es blieb so heiß und ich wollte mir ein schönes Flattertop nähen. Die Wahl fiel auf die "Lady Topas", die ich schon 2x genäht hatte. Ich habe einen Bordürenstoff in einer Stoffspende gefunden, der eigentlich nicht ganz meine Farbe ist, aber doch irgendwie das gewisse Etwas hatte.

Dann habe ich noch ein für mich neues Schnittmuster von Pattydoo ausprobiert - das Tanktop "Pam" mit einem Rest des schönen Pusteblumen-Feuerwerks in Viskose. Das reichte nach 2 "Sara"-Shirts nur noch für ein Vorderteil, so dass das Rückenteil aus weißem Viskosejersey in uni ist.

Das habe ich gleich nach dem Nähen anbehalten und war beim Linedance - herrlich luftig!

Das bunte Top links hatte ich mir vor ein paar Jahren genäht, aber es ist mir mittlerweile zu eng geworden. Die Bordüre mit marineblauem Bündchen sollte es nun werden, in einer Nummer größer.

Eine sehr schöne Kombi, wie ich finde. Da die Bordüren an den Webkanten sitzen, habe ich die Stoffkanten unten nicht versäubert, so fällt es hoffentlich schön locker.

Frisch genäht - es ist noch einmal in der Wäsche und verliert dann hoffentlich auch den Geruch nach Muff und Kernseife... und sitzt besser ;-)

Und ganz spontan an einem Abend ist dann noch "Thea" Nummer 3 entstanden - Ergebnisse folgen ;-) Hier erstmal nur ein Bügelfoto:

Auch ein sehr früher Stoffmarktkauf - es waren 3 Jerseystoffe, die ich farblich passend gekauft habe und kombinieren wollte. Daraus sind schon das eine oder andere Shirt entstanden:

Hier ist es ein beerefarbenes Shirt mit einem Einfassstreifen - beide Stoffe gehören dazu! Sommergarderobe 2018

Und hier habe ich die Stoffe gekauft: Neue Stoffe - Neue Teile Etwas weiter unten in dem Post ist auch das erste Shirt, eine "Sara" aus dem kleingemusterten Stoff zu sehen.

Nun sind dann noch Reste für weitere Einfassstreifen übrig... immer ein schönes Highlight, ein Hingucker, wie ich finde!

Wenn es jetzt wieder etwas kühler wird im Nähzimmer, nähe ich mir bestimmt noch ein paar Shirts mit Ärmeln, etwas Dreiviertellanges - dafür liegen auch schon jede Menge Ideen rum...

Über meine to-sew Liste reden wir nicht...

Wie gefällt euch meine neue Garderobe? 

Herzliche Grüße

Anika

Sonntag, 7. August 2022

Leckeres Brot im Juli

Es gibt mal wieder etwas Neues aus der Palastküche! Im Juli habe ich das eine oder andere Brot gebacken und zu dem einen gab es noch einen leckeren Belag ;-)



Dieses ist ein abgeändertes Rezept aus einem Forum, ich habe es folgendermaßen gebacken:

200gr. Weizensauerteig

400gr. Dinkelmehl 1050

200gr. Hafer- und 6-Kornflocken mit 200ml kochendem Wasser übergiessen (Brühstück)

50ml lauwarmes Wasser mit 1 Paket Trockenhefe und 1 TL Zucker auflösen

250ml Buttermilch

1 TL Salz

Alle Zutaten 10 min lang zu einem weichen Teig verkneten und in eine mit Backpapier ausgelegte 30cm-Kastenform geben. Diese für ca. eine bis anderthalb Stunden in den 50° C warmen Ofen geben und gehen lassen. Die Form herausnehmen, abdecken und währenddessen den Backofen auf 200° C vorheizen und anschließend das Brot für ca. 1 Stunde backen. 

Bevor man das Brot gehen lässt, sollte man es mehrmals einschneiden - das hat bei dem weichen Teig nur mäßig geklappt, wie man auf dem ersten Bild erkennen kann. 

Sehr lecker und durch das Brühstück mit Flocken schön saftig und lange haltbar - wenn man es nicht vorher aufisst ;-)


Das nächste Brot ist ebenfalls aus einem Forum, ungefähr halbiert und auf uns abgestimmt. Ich hatte noch Pellkartoffeln vom Vortag übrig, da passte die Menge nicht ganz zum Rest.

Schön aufgegangen im Gärkörbchen...

... Einschneiden mit der Klinge getestet - leider noch IM Körbchen! Das sollte man lieber schon auf dem Backblech machen - so sieht man noch meine Hand im frischen Teig ;-)

Gebacken ist der Handabdruck fast weg...

Spätabends fertig gebacken...

... aber der Anschnitt musste sofort sein! Sehr lecker!


Hier ist das Rezept für ein Weizenmischbrot mit Kartoffeln:

225gr. Weizensauerteig

775gr. Weizenmehl 1050

215gr. Kartoffeln, zerdrückt

350ml Wasser

10gr. frische Hefe

1 flacher EL Salz

Alle Zutaten gut zusammenmischen und 5 min durchkneten. Den Teig 20min ruhen lassen, nochmal 10min durchkneten. Aus dem Teig eine Kugel formen und in einem gut bemehlten Gärkörbchen ca. 2 Stunden im Warmen ruhen lassen.

Den Backofen auf 250° C vorheizen. Vor dem Backen das Brot mit Backpapier auf das Backblech geben, mit Wasser einpinseln / einsprühen  oder leicht einmehlen.

20min auf hoher Hitze backen, danach auf 180° C herunterschalten und ca. 40min fertigbacken.


Ein paar Tage später waren wir für einen Tag in Büsum und haben uns frische Krabben vom Kutter mitgebracht. Das gab ein leckeres Abendessen für Junior und mich.

Aber erstmal hieß es natürlich Krabben pulen... es waren nur 500gr.

Trotzdem blieb noch weniger übrig...

Aber es reichte für 3 getoastete Brote mit Butter und Krabben pur! 

Hab neulich einen neuen Begriff gelernt: "finger-licking-good"! Jaaaa! Das war es!

Herzliche Grüße

Anika

Freitag, 1. Juli 2022

Ein neues Blusenshirt für mich

Wenn ich für meine Schwägerin ein Shirt nähe, darf ich die Reststoffe für mich als Bezahlung behalten und oft wird dann ein Shirt für mich draus. Hier war noch Rosenstoff übrig. Da kam mir das neue Schnittmuster "Thea" von Pattydoo ja gerade recht, der Stoff reichte noch genau für ein Shirt mit angeschnittenen Ärmel und einem Blusenkragen. Jaaaa, den muss ich nochmal üben, dann wird es auch ordentlicher, aber für's erste bin ich zufrieden:

Zum ersten Mal habe ich so einen V-Ausschnitt mit Leisten genäht. Das war mit dem relativ dicken Jersey auch gar nicht so einfach. Auch der Zuschnitt muss schon ganz genau erfolgen, das knappkantige Nähen auch...

 
Da ist noch Potential...  

 
 

Die Belege für den Kragen sollte man im Stoffbruch zuschneiden, das hat bei mir mit dem Rest nicht funktioniert. Also habe ich mir die Schnittteile kopiert und direkt aneinandergeklebt, so daß ich die 2 Kragenteile ineinander legen und so Platzsparend zuschneiden konnte.


Auch hier muss ich noch üben, die Belege und die Leisten passen an den Spitzen nicht ganz zusammen.

Erste Anprobe mit Spiegelselfie und noch ungesäumt. Sitzt recht locker und luftig, vielleicht mache ich eins eine Nummer kleiner...

Und mit Selbstauslöser...

So ist der Ausschnitt noch zu groß, vorgesehen ist eine kleine Naht, ein Rechteck, damit es etwas geschlossener ist....

... bis dahin sollte es zu sein...

Also habe ich meine Knöpfe nach etwas Passendem durchsucht:

Links in dem apricot wäre am Schönsten gewesen - nur ein Knopf da! Oder dieselbe Art in weiß - auch nur ein Knopf da!

Mittig auf der Leiste liegen matte Knöpfe in altrosa... hmmm, passt farblich nicht so ganz...

Aber rechts die 4 unterschiedlichen Farben in derselben Form gefallen mir am besten, wenn apricot schon nicht geht!

Die drei unteren sind es dann auch geworden. Ich habe das Shirt mit einem Quiltstich, der einen kleinen Knubbel auf der Stelle näht, vorbereitet und damit soz. die Knopfpositionen festgelegt. Ich hatte Angst, daß ich es alleine mit dem Annähen per Hand nicht sauber hinbekomme, dass alle Lagen gut übereinander liegen und auch noch der Knopf gerade wird. Daher erst mit der Maschine zusammengenäht und hinterher per Hand die Knöpfe aufgenäht.

Naaaah, ein Tragefoto gibt es wieder nicht, denn ich habe es tatsächlich noch nicht angehabt ;-) DIE Gelegenheit fehlte noch!

Aber - es war nicht das letzte Shirt nach dem Schnitt Thea, da gibt es nämlich noch andere Varianten und als nächstes möchte ich mal den "einfachen" V-Ausschnitt mit Bündchen versuchen. Stoff liegt schon parat, sogar das passende Bündchen habe ich noch...

Herzliche Grüße

Anika

PS: Hier nachträglich ein Bild mit den fertig angenähten Knöpfen: 

Und ein halbes Tragefoto am 27. Juli in Büsum: