Freitag, 17. Februar 2023

Noch ein Kragenpulli für mich *glitzerglitzer*

Noch vor Weihnachten habe ich mir Stoffe gekauft, die evtl. noch zu einem Weihnachtspulli werden sollten - es glitzerte so schön. Da ich das nicht mehr geschafft habe, wurde der Pulli halt im Januar genäht. 

Die "Faye" von Pattydoo mit Colorblocking-Muster gefiel mir richtig gut, so dass ich nach dieser Version noch einmal das Schnittmuster hervorgeholt habe. 

Fertig zugeschnitten ist schon mal! Zu dem Zeitpunkt war ich mir über Kordel und Bündchen noch nicht sicher, daher liegt auf dem Bild meine Auswahl dabei.

Fünffarbige Lederkordel oder doch lieber einfarbig in blassrosa?

Dunkles Bündchen in lila oder doch das in altrosa? 

Sehr viele Schnittteile wurden wieder zusammengesetzt - der Kragen ist etwas aufwändig.

Da war dann zumindest schon mal die Entscheidung für das Lederflechtband gefallen.

ALLE Farbübergänge mit der Nähmaschine vorgenäht, bevor ich mit der Overlock drübergenäht habe. Und ausgerechnet vorne zwischen VT und Ärmel gibt es einen Versatz...

... den man in der Gesamtansicht gar nicht (... wenig...) bemerkt. Und mein kritisches Auge sieht es auch schon nicht mehr...

Letztendlich hat meine Junior-Farb- und Stylingbeauftragte dazu geraten, die Bündchen aus demselben Sweat zu machen und nicht noch eine andere Bündchenfarbe einzubauen. Okay, dann manchen wir das! War mir für unten wieder zu langweilig, also habe ich in creme einen Beleg angenäht, nach innen geklappt und doch nur gesäumt.

Hier muss ich dazusagen, dass der Lurexglitzer ein wenig kratzig ist. Da würde ich beim nächsten Mal wohl wieder einen glatten Sweat für das Krageninnere nehmen. Die andere Faye trägt sich da angenehmer.

Der Beleg in creme am Saum des Pullis, nur umgenäht mit einem Wellenstich.

Die Kordelenden habe ich mal in einem Schmuckversand gefunden: ein Metallröhrchen mit einer Art Clip, in dem man die Kordelenden einklemmt und die Hülse drüberzieht. Etwas fummelig, zumal mit den fünf Lederbändern, die dann gerne auseinanderdröseln wollten. Eine Seite mit Bastelkleber versucht zu fixieren, bei der anderen Seite habe ich dann das Klebeband drangelassen... Die erste Wäsche ist überstanden und die Kordel war in einem Wäschsäckchen fixiert - hat gehalten!


Wieder großzügig eingekauft - die Reste könnten nochmal für einen geteilten Pulli reichen. Mal sehen, was ich mir da für einen Schnitt ausgucke...

Oh, hatte ich schon geschrieben, dass ich den Pulli und die Ärmel um jeweils 6cm verlängert habe? Das war an den Ärmeln nicht unbedingt notwendig, dort hätten vielleicht auch 4cm gereicht. Aber so sind die Ärmel wirklich schön lang und gehen über die Handgelenke!

Herzliche Grüße

Anika

Samstag, 21. Januar 2023

Ich teste eine Nähmaschine: Veritas 8014/4140

Ich habe es wieder getan. Ich habe eine neue, gebrauchte Nähmaschine gekauft. Obwohl mein Schatz mir schon vor mehreren Jahren ein Limit von... ich weiß gar nicht mehr, wie vielen... Nähmaschinen im Haushalt gesetzt hat. Waren es vier? Oder fünf? Naja, ich bin jedenfalls drüber...

Also kurz gesagt hatte ich einige Anfragen für Anfänger-Nähkurse von Teilnehmern, die alle noch keine Maschine haben, die ich aber gerne in einen Kurs stecken möchte. Zwei Maschinen habe ich ja schon, die Privileg 485 von 1978 und die Singer Samba 5 von 1988. Die neue passt ganz toll in die Reihe, sie ist nämlich von 1983 - genau in der Mitte! 

Gefunden habe ich sie über Ebay Kleinanzeigen, bin einen Nachmittag also hingefahren und hatte ein sehr nettes Gespräch mit der Verkäuferin. Sie erzählte, dass ihre Mutter sie 1984 für sie in der DDR gekauft hatte und "ganz lange dafür anstehen musste". Sie selbst hat bis vor einiger Zeit noch drauf genäht, hat aber wohl parallel auch noch eine neue Maschine in Gebrauch. Nun sollte ihr Schätzchen aber doch weg. Als ich ihr dann von meinem Plan für die Kinderkurse erzählte, war sie ganz begeistert und freute sich, dass ihre treue Maschine in so gute Hände kommt. 

Nach einem ausgiebigen Test bei ihr zuhause habe ich auch gar nicht groß verhandelt, nach der emotionalen Geschichte sowieso nicht mehr. Ein Manko hatte die Maschine - der Transporteur ließ sich nicht mehr versenken. 


Gerade angekommen, mit Zubehör, einer Kiste voller Unterfadenspulen und... 

... einer Original Kiste mit ursprünglich 100 Nähmaschinennadeln!

Die Veritas stand nur einen Tag im Wohnzimmer, da juckte es meinem Schatz schon in den Fingern und er fragte, was denn nun das Problem sei. Wir haben die Maschine also geöffnet, uns gemeinsam angesehen und mit ein wenig Öl und Kraftaufwand ließ sich auch der Transporteurhebel wieder bewegen und das Problem war behoben!

Das war wenige Tage vor Weihnachten. Im neuen Jahr habe ich mich dann intensiver mit ihr beschäftigt, sauber gemacht und getestet.


 Man könnte die Maschine in einen entsprechenden Tisch einbauen und den unteren Kasten weglassen, wie es früher oft üblich war. Mit dem Kasten drunter kann sie wie eine normale Tischmaschine genutzt werden. Wenn das Oberteil, die eigentliche Maschine nach hinten geklappt wird, kommt man an das Gestänge des Motors heran und könnte so auch z.B. einfacher den Unterfaden einlegen. 


Die Kabel und Stecker brauchten auch ein bißchen Pflege - Schmutzradierer sind übrigens toll dafür!


 So schön mir das Stichbild bei der Verkäuferin vorkam, ich bin doch nicht so ganz zufrieden. Für einen Geradstich sieht mir das Nahtbild doch zu unruhig aus. Ich werde nochmal andere Nadeln testen und sie erstmal im Nähkurs einsetzen. Aber vielleicht braucht sie doch mal eine Inspektion, mit knapp 40 Jahren ist sie ja doch schon eine ältere Lady ;-)

Auch das Stichbild hier ist nicht ganz so schön gerade, wie es vielleicht sein sollte.

Mit dem Rad oben lassen sich die Stiche einstellen, der Wahlhebel für weiße oder rote Stiche ist oben auf der Maschine. Rechts unten wird die Stichlänge eingestellt, die Breite kann man nicht stufenlos einstellen, sondern nur die unterschiedlichen Breiten für Zickzack mit dem Wahlrad auswählen. Der Schalter am Stichlängenrad ist zum Rückwärtsnähen, der Schalter daneben um den Transporteur zu versenken oder einzuschalten. 

 

Ich bin ja immer für schöne Zierstiche zu haben und diese gefallen mir für eine einfache Maschine richtig gut. Besonders die Welle beim B hat es mir angetan. 

Die alten Fadenspannungen sind mir immer noch ein Rätsel: woran sieht man dort bitte, auf welche Zahl eingestellt ist? Ganz oben, sozusagen auf 12 Uhr oder wie? Bei ihr hier habe ich das Gefühl, dass ich überhaupt keine Spannungsscheiben innen erkennen kann und daher nicht weiß, ob wirklich richtig eingefädelt ist. Aber das muss ich mir wohl noch genauer ansehen.

Anleitung und sogar der Garantieschein sind noch vorhanden und in gutem Zustand!

Es gehört noch ein Anschiebetisch dazu, der sich aber wegen mindestens zwei abgebrochenen Nasen nicht mehr in die Maschine einhaken läßt.

Die Nasen stecken scheinbar hier noch im Rahmen der Maschine.


Außerdem wird der Anschiebetisch auf eine Art in den Kofferdeckel eingeklemmt, die sich mir nicht erschlossen hat. Dadurch ist er vermutlich auch verzogen, so dass er mehr an die Maschine passt.


Bis ich die Maschine im Kurs einsetze habe ich noch etwas Zeit und probiere sie vielleicht nochmal aus, damit ich sie dem Teilnehmer dann auch wirklich erklären kann.
 
Zur besseren Unterscheidung meiner alten Schätzchen habe ich mir überlegt, dass sie Namen bekommen sollen. Keine Firmenbezeichnungen und Nummern, sondern die Namen ihrer Vorbesitzerinnen. Wir hätten dann also Gisela, Ines und Eva ;-) Wenn meine Nähkurse doch schon so klingende Namen wie Anemonen, Brombeeren, Clivien, Dahlien, Edelweiße udn Freesien haben, können meine Nähmaschinen doch Vornamen verpasst bekommen! Nur noch die Namen plotten und aufkleben...
 
Herzliche Grüße
Anika

Samstag, 31. Dezember 2022

Weihnachtsbäckerei - hier und da

Der Advent ist nun vorbei, Weihnachten auch, aber Kekse haben wir noch ne Menge übrig ;-) Den ganzen Dezember habe ich immer mal wieder gebacken und Geschenke produziert, Süßkram ohne Ende!


Am 20. November angeteigt - Thorner Katharinchen aus dem ostpreussischen Familienkochbuch "Dönnig" und dann 4 Wochen stehengelassen. Notiz für mich im nächsten Jahr: nicht mit einem fast luftdicht schließenden Deckel, sondern lieber nur mit einem Handtuch, dann kann der Teig ein wenig antrocknen und vielleicht setzt sich der Honig dann nicht so auf der Oberfläche ab.

Es gab wieder Toffifee-Makronen - die haben das Weihnachtsfest nicht mehr erlebt ;-)

Am 3. Advent bin ich zu meinen Eltern gefahren, 2 Keksteige in jeweils doppelter Portion im Gepäck und wir haben zusammen Haferflockenkekse und Marmeladenkugeln gemacht. Außerdem hatte Mutti Ausstecher für Marmeladen-Doppeldecker vorbereitet. Die haben wir zusammengeklebt, Zuckerguss kam dann nach dem Trocknen auch noch drauf.


Nach einem Rezept meiner Omi habe ich nach langen Jahren mal wieder Bethmännchen gemacht:

Und ich wollte unbedingt mal Weihnachtsschokolade ausprobieren: 


6 Tafeln Schoki im Ofen bei 50 Grad schmelzen lassen und mit Streuseln und noch mehr Süßkram verzieren. Gut aushärten lassen, mindestens bis zum nächsten Tag und am besten kühl lagern, dann in Stücke brechen, hübsch verpacken und verschenken (oder letzteres vergessen...)

Am 4. Advent wieder zu meinen Eltern, da das Töchterchen vergangene Woche noch krank war und nicht mitkommen konnte. Daher noch eine Runde Kekse backen und verzieren:

Nun waren dann auch die Katharinchen dran...

Töchterchen sticht fleißig aus...

Ungefähr zwei Drittel unserer Lebkuchen, ich denke, ein Blech war wohl noch im Ofen.

Anschließend haben wir noch die Ausstecher bunt verziert, wie ich es schon seit Kindertagen aus meinem Elternhaus kenne. Auch diese Kekse haben wir, wie in der Woche vorher, gerecht aufgeteilt und mit nach Hause genommen.

Die restlichen verschenken meine Eltern an Freunde und Verwandte auf bunten Tellern. 

Und zwei Tage vor Weihnachten habe ich es dann auch endlich geschafft und die Katharinchen verziert. Laut Rezept gehören sie nicht verziert, aber ich erinnerte mich an ein Weihnachten in den 1980er Jahren, als wir ganz viele große Herzen ausgestochen und als Lebkuchenherzen mit Namen verschenkt haben. Das war mein Plan für dieses Jahr. Eigentlich wollte ich auch im Büro schon welche verschenken, aber ich habe das Verzieren nicht rechtzeitig geschafft. So wurden sie halt "original" verschenkt.

Das erste Lebkuchenherz - ich muss mich erstmal mit dem Zuckerguss vertraut machen. Er ist doch recht fest. Ich habe nach diesem Rezept von The Apricot Lady, gefunden bei Pinterest, gearbeitet.

Das waren dann alle! Nach 2 Stunden war ich fertig und mein Handgelenk auch - das ging am nächsten Tag zum Glück wieder!

Diese Häuschen-Ausstecher habe ich in 3 Größen, die lassen sich so toll verzieren!

Namensherzen für meinen Onkel und meine Tante...

... für die Familie und Freunde...

Männlein und Weiblein habe ich von meiner Mama bekommen, die sind auch schon uralt und perfekt für Lebkuchen!

Damit ist nun das Jahr 2022 auch vorbei, vieles ist in der Welt passiert, jeden Tag neue Nachrichten, gute und schlechte. Das neue Jahr wird genauso werden, immer voller Überraschungen.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für die Zukunft. Wir lesen uns in 2023 wieder - hoffentlich!

Herzliche Grüße

Anika









Donnerstag, 17. November 2022

Herbstspaziergang

Ein kleiner Spaziergang durchs Dorf am 12. November






Sehr schönes Licht und mit ein paar Kranichen, die hier im Umkreis Zwischenstation machen.

Herzliche Grüße

Anika