Freitag, 14. Dezember 2018

Mein neuer, alter Schatz

Schon vor einiger Zeit bot mein Cousin mir eine oder zwei antike Nähmaschinen an, die ich aber dankend ablehnte, weil uns dafür einfach der Platz fehlt und wir sie nicht aufstellen wollten. Ich hatte mal eine alte Maschine von Normannia vom Schrott gerettet, die ich geputzt als Deko aufstellen wollte.

Als mein Cousin vor einigen Wochen noch einmal nachfragte, ob ich die Maschine haben möchte und dann etwas konkreter wurde, daß es sich um die Maschine unserer gemeinsamen Oma handelt, bin ich natürlich doch hellhörig geworden.

Und als mein Papa dann auch noch die Geschichte dahinter erzählte, daß die Maschine noch aus Ostpreußen stamme und als Frachtgut praktisch "geflüchtet" ist bzw. in die neue Heimat vorausgeschickt wurde, war es natürlich um mich geschehen und ich habe das gute Stück liebend gerne bei uns aufgenommen!

Ein Stück Familiengeschichte gerettet und ich werd immer noch ganz kribbelig, wenn ich dran denke, was die Maschine alles erzählen könnte!

Meine Eltern haben sie etwas aufgehübscht, geputzt, geölt, mit neuen Rollen versehen und insgesamt wieder in Gang gebracht. Einen echten Test konnte ich noch nicht starten, weil der Riemen gerissen ist und bisher noch nicht ersetzt ist.

So kam das gute Stück bei uns an - erstmal für den Transport zerlegt:

 Das Untergestell und im Hintergrund die Tischkonstruktion

 Die Maschine - eine Pfaff 11, ungefähr von 1914

Sogar die Original-Zubehörkiste mit allen möglichen Nähfüssen und Fragmenten der Anleitung ist dabei! Die Nadeln sind natürlich jünger, da meine Oma auch später noch damit genäht hat.

Später haben wir die Maschine gemeinsam zusammengebaut.


Einige Zubehörteile sind inklusive Anleitung erhalten, ich muss nur noch rausfinden und verstehen, wie das wirklich funktioniert:



Die Anleitung in Fragmenten - da bin ich noch im Internet auf der Suche nach einer vollständigen



Und wie gesagt, jede Menge Zubehör - was ich in der Anleitung lesen konnte, scheint es fast vollständig zu sein!





Erstmal hat sie dort unter dem Fenster ihren Platz gefunden - bis in ein paar Tagen dort der Weihnachtsbaum stehen wird. Dann müssen wir uns etwas überlegen. Momentan macht sie sich einfach unheimlich gut als Hintergrund für Fotos :-)

 ... für einen Stoffeinkauf...

... oder den wunderschönen Adventskalender, den ich von einer Freundin bekommen habe...

Aber ich denke, ich werde sie auch irgendwann einpacken und den Tisch für Fotos oder Deko nutzen, mal abwarten...

Momentan freue ich mich einfach darüber, daß ich die Nähmaschine habe, so kitschig das auch klingen mag.

Herzliche Grüße
Anika

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Jeans-Upcycling - mal wieder

Wie so oft - mir fehlte ein Geschenk und es musste auch noch schnell gehen... Meine Schwiegereltern hatten mir ebenfalls einige Hosen zur Verwertung gegeben, die mir für dieses Projekt genau recht kamen: denn ich brauchte ein Geschenk für meine Schwiegermutter!

Also habe ich ihre Hosen auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Einfach so, ohne Schnittmuster, erstmal drauflos und im Verlauf des Abends wurde der Plan dann konkreter und hat sie so entwickelt:


Zuerst waren da einige Hosenbeine, die ich in Streifen geschnitten und mit Zierstichen abgesetzt habe.
Dann kam ein Streifen Schrägband in rot mit weißen Punkten über die eine Naht zusammen mit ein paar Webbändern.


Dann fiel mir ein, daß ich ja auch Stoff mit dem Muster habe. Daraus wurde das Innenfutter. Ich habe die Innentasche größer als die Außentasche zugeschnitten, um den oberen Rand herausgucken zu lassen. 
Zum Schluss kam noch das Jeansfarbene Gurtband, was ich ursprünglich mal für Skippy 3 und 4 geplant war, aber hier auch eine gute Figur macht.

Und ganz zum Schluss ist aus den Restchen eine passende Chiptasche entstanden:

... auch mit gepunktetem Innenstoff ;-)

Die Tasche durfte ich einige Tage später an und mit meiner Schwiegermama bewundern, auch sie wird gerne und wohl viel getragen. Dankeschön, das freut mich sehr!

Herzliche Grüße
Anika

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Spitzenshirt

Nachdem ich mir selbst im Sommer eine MyYara genäht habe und hier darüber berichtet habe, war meine Schwägerin so begeistert, daß sie auch gerne ein ähnliches Shirt haben wollte.
Aus Dänemark habe ich ihr Stoff und Spitze mitgebracht und nach einem Probeshirt aus alten Bettlaken ging es dann endlich an den richtigen Stoff. Anfang November war ich gertig, konnte das Shirt leider nicht persönlich überreichen...

Ein paar nicht ganz so gute Fotos bei künstlichem Licht kurz nach der Fertigstellung:

 Wie bei Pattydoo gelernt: der Ausschnitt "auf die feine Art" mit einer Streifenversäuberung

 Der Rücken aus Jersey mit Spitze gedoppelt,
aber nicht wie bei der My Yara mit 2 Flügeln, sondern einlagig mit einem gerundeten Saum


 Die Seitennaht mit Spitze und Jersey gemeinsam vernäht,
unten beim gerundeten Saum liegen die Stoffe einzeln.

 Nja, ich hätte es nochmal bügeln sollen....

Noch einmal von vorne

Dann gibt es einige Fotos draußen bei besserem Licht:



 Auch nicht einfach, das Ganze zu präsentieren, wenn die Ärmel immer wieder runterhängen...

 ... oder plötzlich ein Windstoß kommt...


Die Nahtzugabe ins obere Rückenteil gelegt und festgesteppt

Ja, wie ich hörte, kam das Shirt gut an und wird gerne getragen - M., du liest das, schreib mal einen Kommentar ;-)

Herzliche Grüße
Anika

Dienstag, 11. Dezember 2018

Immer wieder Kunstleder, immer wieder Kosmetiktäschchen

... oder so... jedenfalls ist das Schnittmuster "Geobag" von Pattydoo ja ursprünglich ein Kosmetiktäschchen. Wenn man es allerdings auf 50 oder 70% ausdruckt, kann man es wunderbar als Schlüsseltäschchen verwenden. Und aus den Resten der kleinen oder großen Geobag lassen die sich ganz einfach nähen, ohne Innenfutter, einfach nur die Kunstlederreste:




Ich habe außerdem gleich 3 Reißverschlüsse, die sonst nicht zum Einsatz kämen benutzt, die Länge brauche ich sonst eher selten. Der metallene RV ist sogar ein Recyclingprodukt, den habe ich mal irgendwo ausgetrennt.

Mal sehen, wer die so zu Weihnachten bekommt...

Herzliche Grüße
Anika

Montag, 10. Dezember 2018

Einfaches Patchworkkissen

Mal wieder ein kleines Projekt für mich für zwischendurch - ein einfaches Patchworkkissen mit 9 Quadraten und einem Hotelverschluss und zwar ganz und gar mädchenhaft!

 Das Wetter war Anfang November ja noch traumhaft, da durfte die Fotosession noch draußen auf der Gartenbank stattfinden


Ich habe wieder mit Zierstichen gespielt - warum immer nur Geradstich?!

Das hat Spaß gemacht - zwischenzeitlich habe ich noch ein weiteres Kissen genäht und verschenkt, dazu aber in einem späteren Beitrag mehr!

Herzliche Grüße
Anika