Dienstag, 10. Dezember 2013

9. Dezember

Na super - gerade mal 8 Tage lang habe ich es pünktlich geschafft, meinen Adventskalender online zu stellen und am 9. Tag klappt es nicht...
Das macht nix, gibt's heute eben 2 Postings von mir ;-)
Gestern Abend habe ich ein wenig gebastelt, ich habe zwar für alle Eventualitäten und Personen schon Weihnachtskarten, aber noch soooo viele Ideen, die ich gerne verwirklichen würde, da komme ich gar nicht nach. Vielleicht zeige ich noch die eine oder andere Karte.
Meine Karten, die ich als "Türchen" hier im Adventskalender zeige, sind alle von diesem Jahr und ich habe mir gedacht, daß ich sie lieber Tag für Tag zeige, als einen großen Beitrag mit Karten einstelle! So, genug erzählt - heute gibt's ein Gedicht von James Krüss, das mir sehr gefällt:



Ladislaus und Annabella

von James Krüss (1926)

In der Ecke eines Fensters
Unten rechts im Warenhaus,
Sitzt die Puppe Annabella
Mit dem Bären Ladislaus.

Annabella weint und jammert,
Ladislaus, der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen,
Und die zwei sind nicht verkauft.

"Armer Bär!" seufzt Annabella,
"Arme Puppe" schluchzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke,
Und das Herz ist beiden schwer.

In dem leeren Warenhause
Löscht man langsam Licht um Licht,
Nur in diesem einen Fenster,
Da verlöscht die Lampe nicht

Voller Mitleid mit den beiden
Läßt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Diese eine Lampe an.

Dann verläßt er Annabella
Und den Bären , welcher klagt,
Und mit sehr gepreßter Stimme
"Lebewohl" und "Servus" sagt.

In der menschenleeren Straße,
Abendstill und schneeverhüllt,
Sind die beiden in dem Fenster
Ein betrüblich Jammerbild.

Traurig vor der großen Scheibe
Fallen Flocken, leicht wie Flaum,
Und im Haus gegenüber
Glänzt so mancher Lichterbaum

Zehn Uhr schlägt's vom nahen Turme,
Und fast schlafen beide schon,
Da ertönt im Puppenhause
Laut das Puppentelefon.

"Hallo!" fragt der Bär verschlafen.
"Hier im Kaufhaus. Wer ruft an?"
Da vernimmt er eine Stimme,
Und die brummt: "Der Weihnachtsmann!"

Oh!" ruft Ladislaus erschrocken.
"Was darf's sein ich bitte sehr?"
"Eine schöne Puppenstube,
Eine Puppe und ein Bär!"

"Das ist alles noch zu haben!"
Ruft die Puppe Annabella.
"Kommen Sie zum Warenhause
Unten rechts, doch bitte schnell!"

Das ist eine Überraschung!
Ladislaus kämmt schnell den Schopf
Und die Puppe Annabella
Flicht ein Schleifchen in den Zopf.

Und schon zehn Minuten später
Kommt ein Schlitten, kommt ein Roß,
Und ein Alter steigt vom Schlitten,
Und ein Schlüssel knarrt im Schloß.

Ladislaus, der quiekt und jodelt,
Annabella lacht und singt,
Als der Weihnachtsmann die beiden
In den Pferdeschlitten bringt.

Grad in diesem Augenblicke
Kommt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Wieder zur Kontrolle an.

Höflich grüßt er die Gesellschaft,
Springt zurück ins Warenhaus,
Holt die schöne Puppenstube,
Und dann trägt er sie hinaus.

Leise sagt er zu der Puppe:
"Frohes Fest, mein kleines Kind!"
Während eine kleine Träne
in den großen Schnurrbart rinnt.

"Frohes Fest!" sagt Annabella.
"Frohes Fest sagt Ladislaus,
Dann wird's dunkel in dem Fenster
Unten rechts im Warenhaus.


Herzliche Grüße
Anika

Sonntag, 8. Dezember 2013

8. Dezember - 2. Advent

Guten Morgäääääääääähn...  unsere neueste Errungenschaft im Kinderzimmer hat mich heute schon um kurz vor halb 8 aus dem Bett geholt! Kennt ihr schon "MyBuddy" von Philips? Hier mal ein Link, leider gibt's die Philipsseite nicht mehr, aber auch hier wird's ein wenig erklärt! Unser Buddy ist wie gesagt auf halb 8 eingestellt, damit Mama, Papa und der große Bruder an den Wochenenden nicht immer schon zu nachtschlafender Zeit geweckt werden. Dann zeigt Buddys Bauch nämlich statt des nächtlichen Mondes eine Sonne an, die sagt, daß das Puzzeltrinchen aufstehen darf! Vorher ist BITTE schlafen oder Spielzeit im eigenen Zimmer angesagt... wenn's klappt, darf sie einen Aufkleber auf das mitgelieferte Poster aufkleben!

Die Kinder sitzen nun ausnahmsweise um diese Uhrzeit schon vor'm Fernseher... aber der Weihnachtswichtel hier im Haus muß noch ein wenig was vorbereiten. Nun da auch die Püppi aufgestanden ist, stellte ich nämlich fest, daß die ausgedruckten Puppenschnittmuster zu klein sind :-( Ich muß also nochmal zu klimperklein und die Schnitte größer ausdrucken... falls eure Püppi bis Weihnachten auch noch eine Komplettausstattung braucht, seid ihr dort genau richtig! Bei uns geht's vornehmlich um die Windeln für die neue Wickeltasche und eine Jacke für die Annabell!

Heute gibt es noch einen Link zu einem anderen Adventskalender - nämlich vom OZ Verlag, dort bekommt ihr jeden Tag eine neue Bastelanleitung. Also auch etwas für einen gemütlichen Adventssonntag, falls ihr nicht gerade auf einen Weihnachtsmarkt wollt....

Herzliche Grüße zum 2. Advent
Anika

Samstag, 7. Dezember 2013

7. Dezember

Das 2. Adventswochenende - bestimmt hat jemand von Euch schon Lust auf's Kekse backen? Ganz bestimmt schmecken Euch diese "Weihnachtshappen", bei mir stehen sie ganz hoch im Kurs und ich muß bestimmt wieder 2 Partien backen (zusätzlich zu denen von meiner Mama, die interessanterweise immer total anders werden als meine)...

Für etwa 30 Happen benötigt man:

200gr. Butter
200gr. Farinzucker
2 Eier
1 EL gemahlenen Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
250gr. Mehl
1 TL Backpulver

100gr. geriebene Zartbitterschokolade
100gr. Grümmel (gestossener brauner Kandis)
125gr. Mandelblätter oder gehackte Mandeln

100gr. dunkle Kuvertüre

Aus den erstgenannten Zutaten einen Rührteig bereiten.
Schokolade, Grümmel und Mandeln unterrühren, den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und in den vorgeheizten Backofen setzen.
Einschub: Mittlere Schiene
Temperatur: 200 Grad C
Backzeit: 15 bis 20min

Die Kuchenplatte abkühlen lassen, die Kuvertüre schmelzen, die Kuchenplatte damit bestreichen. Kuchen kurz kühl stellen, dann mit einer Gabel Verzierungen durch den Guss ziehen und nach dem vollständigen Erkalten der Glasur in etwa 4x4cm große Quadrate schneiden.

So oder so ähnlich kann das Ergebnis aussehen - meine "Kandisteilchen" vom letzten Jahr:






Fröhliches Nachbacken & herzliche Grüße
Anika



Freitag, 6. Dezember 2013

Nikolaustag - 6. Dezember

Nun ist auch schon der Nikolaustag fast wieder vorüber - liebe Eltern, ich hoffe, auch ihr wurdet bedacht?
Ich habe heute die "schockierende" Nachricht von unserem Junior erhalten, daß es den Nikolaus gar nicht mehr gibt! NICHT MEHR! Denn sie haben heute im Religionsunterricht gelernt, daß der heilige Nikolaus, Bischof von Myra, schon im Jahre 352 gestorben ist! Ich habe die Geschichte vor genau 6 Jahren gepostet... Nun war ich ja in der Bredouille - was sag ich dem 8jährigen? Er stellte nämlich frech heraus die Frage "Wo hast du das Geschenk gekauft?" .... Öhm, ICH?? Das war doch der Nikolaus, der das gebracht hat.... "Den gibt's gar nicht mehr!" Ich bin bei einem "Wenn DU meinst!" geblieben... und habe mit einer Gegenfrage geantwortet "Und was ist mit dem Weihnachtsmann????" (Ich weiß ja, man beantwortet Fragen nicht mit Gegenfragen *gg*)

Heute Abend haben wir ein kleines Weihnachtsgedicht vorgelesen, was in unserem ganz persönlichen Weihnachtsbuch steht: Die Englein putzen die Sterne blank von Else Werkmeister

Die Englein putzen die Sterne blank.
Sie haben vor Eifer hochrote Bäckchen.
Sie hauchen und putzen stundenlang,
bis alles strahlt. Da bleibt auch kein Fleckchen.
Wißt Ihr, warum? Ich darf es Euch sagen:

Wer am besten putzt, darf den Weihnachtsstern tragen,
den schönen, goldenen Weihnachtsstern,
den trügen natürlich alle gern.
So geht es vor Weihnachten jedes Jahr.
Und denkt nur, wer diesmal der Sieger war:
Ausgerechnet der Allerkleinste.
Das hätte man gar nicht von ihm gedacht:
Aber sein Stern war wirklich der Feinste.

Solch ein Knirps – und hat’s schon so schön gemacht!
Wie das kam? – Ja, aber nicht weitererzählen:

Er hauchte und putzte und hauchte und rieb,
doch es half nichts. Er mochte sich noch so sehr quälen.
Der Fleck oben links in der Ecke, der blieb.
Und als es nun gar nicht gehen wollte,
und die erste Träne schon rund und dick
an der Nase herunterrollte,
erspäht er den günstigen Augenblick,
schlüpft hinaus und lief heimlich zum lieben Mond,
der ganz in der Nähe schrägüber wohnt.
Dem hielt er das Sternlein stumm vor’s Gesicht.

Reden konnte er wegen der Tränen nicht.
Der Mond sah sich prüfend den Schaden an.
„Eingerostet!“ sagte er dann.
„Neu versilbern! Was andres hat gar keinen Zweck.
Mit Reiben und Putzen geht das nicht weg.“
Da stand nun der Kleine und seufzte schwer.
Und fragte, warum gerade er
solchen schwierigen Stern bekommen mußte.
Und da nun der Mond das ja auch nicht wußte,
und das Englein so traurig vor ihm stand,

nahm er ihm schweigend den Stern aus der Hand
und spann ihn behutsam ganz dicht und fein
in seine silbernen Strahlen ein
und gab ihn zurück. Unser Engelbube
rannte schnell damit in die Sternenputzstube
und polierte ihn noch ein bißchen über.
Nein, war der blank! Alles staunte darüber.

Und dann wurde der schöne Stern gebracht,
der damals erschien in der heiligen Nacht.
Den darf er nun tragen zum Weihnachtsfest.




Herzliche Grüße
Anika

Donnerstag, 5. Dezember 2013

5. Dezember

Heute ist Nikolausabend - ich fasse mich kurz, denn ihr Nikoläuse müßt doch bestimmt noch was vorbereiten!? Ich auch....



Der kleine Schutzengel

Sehnsüchtig sah Emanuel zu, wie wieder viele Engel die Himmelsleiter hinab stiegen. Sie beeilten sich, wollten rechtzeitig an Ort und Stelle sein, um die Neugeborenen zu beschützen.

„Ach, was würde ich dafür geben, wenn ich auch ein Schutzengel sein dürfte“, seufzte er. „Aber ich habe ja noch nicht einmal Flügel!“

„Emanuel, komm zu mir!“ rief Erzengel Gabriel. Er nahm den Kleinen an die Hand und führte ihn zur himmlischen Kleiderkammer. Weiße Gewänder, Flügelpaare und Heiligenscheine wurden dort aufbewahrt.
Gabriel suchte für ihn ein passendes Gewand, Flügelchen und einen Heiligenschein aus. Er half ihm beim Anziehen, steckte die Flügelchen fest und sagte: „So mein Kleiner, jetzt bist du ein Schutzengel!“

Emanuel hüpfte vor lauter Freude im Kreis und fragte aufgeregt: „Wohin schickst du mich?“

Gabriel zeigte in die Ferne. Am Himmel leuchtete ein wunderschöner Stern mit einem langen silbernen Schweif: „Folge immer diesem Stern, solange, bis er stehen bleibt. Dort wird heute Nacht ein neuer, großer König geboren! Er wird für alle Menschen der König des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung sein!"

Ein König, dachte Emanuel und ihm wurde ganz bange: "Braucht ein großer König nicht auch einen großen Schutzengel?"

Der Erzengel lächelte und drückte ihm sanft den Heiligenschein aufs Haupt: "Nein, nein! Ein kleiner König und ein kleiner Engel passen gut zusammen!"

Wenig später kletterte Emanuel die Himmelsleiter hinab und folgte immer dem großen Stern.
Ich werde auf meinen König gut aufpassen, dachte er. Wehe, wenn ihm einer etwas tut, dann verhau' ich ... Erschrocken hielt er inne. Ein richtiger Engel durfte so etwas nicht einmal denken.

Hin und wieder schaute er zum Himmel. Er bemerkte, dass der Stern allmählich langsamer wurde. Erstaunt blickte er sich um. Nirgends sah er einen Palast, oder wenigstens ein großes vornehmes Haus?

Er kam durch ein kleines Dorf. Die meisten Häuser waren alt und verfallen, in denen nur arme Leute wohnten.
Neben einem Gasthof stand ein Stall; über ihm blieb der Stern stehen.

Geduldig wartete er darauf, dass der Stern weiterwandern würde. Aber nichts geschah.
Oh mein Gott, durchfuhr es ihn, ich bin dem falschen Stern gefolgt! Vielleicht habe ich mich verlaufen? Ratlos setzte er sich nieder.

Da fiel ihm der kleine König ein, den er beschützen sollte.
Emanuel war so traurig, dass er bitterlich weinte.
Plötzlich fühlte er etwas Weiches an seinem Knie. Ein Schaf rieb sein Köpfchen daran. "Warum bist du so traurig, kleiner Engel?" fragte es.

"Ich habe mich verlaufen!" schluchzte er.
"Verlaufen?" blökte das Schaf verwundert.
Er nickte.
„Irgendwo wird ein neuer König geboren, und nun hat er keinen Schutzengel, weil ich den Palast nicht finden kann!"
Emanuel nahm den Zipfel seines Gewands und schnäuzte sich.
"Im Stall wird auch ein Kind geboren! Aber das sind sehr arme Leute!" mähte das Schaf. "Sie kamen mit einem Esel aus einer fernen Stadt!"

Emanuel sah sich um. Er entdeckte auch keinen anderen Engel.
Er streichelte dem Schaf über das Köpfchen und murmelte: "Das arme Kind. Kein Schutzengelchen weit und breit!"
"Dann beschütze doch du das Kind!“ schlug das Schaf vor. „Arme Leute haben es nicht leicht im Leben!"

Er nickte. Das Schaf hatte Recht. Der kleine Engel stand auf und ging in den Stall. Ein Ochse und ein Esel lagen im Stroh.

Ein älterer Mann stand neben seiner jungen Frau, die ihr Kind in die Krippe legte. Emanuel trat näher und sah sich das Neugeborene genauer an. Es war ein hübscher kleiner Junge.

Plötzlich hörte er Räderknirschen, Hufgetrampel und Gewieher; dem folgten Fanfarenstöße und Herolde riefen: "Macht Platz für die Könige!"

Prunkvoll geschmückte Pferde und Kamele hielten vor dem Stall.
Drei Könige in kostbare Gewänder gehüllt, mit goldenen Kronen auf ihren Häuptern, betraten den ärmlichen Raum. Sie beglückwünschten die Eltern zur Geburt ihres Kindes und überreichten Gold, Weihrauch und Myrrhe. Es waren Geschenke für das Neugeborene.

Sie knieten vor der Krippe nieder und jeder König küsste dem kleinen Jungen das Händchen.
Wenig später kamen Hirten. Als sie das Kind in der Krippe sahen, gaben sie ihm alles, was sie hatten: Brot und Käse, Früchte und Wein, dann knieten auch sie nieder.

Ehrfurchtsvoll und staunend hatte Emanuel alles beobachtet.
Sein kleiner Schützling musste schon etwas Besonderes sein, wenn Könige wie Hirten gleichermaßen vor ihm niederknieten.

Er beugte sich etwas vor - und das Kind lächelte ihn an.

Ich habe mich doch nicht verlaufen, dachte der kleine Schutzengel überglücklich. Ich bin auch nicht dem falschen Stern gefolgt. Er ist der neue große König, der König des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung, und ich... ich ... ich darf ihn beschützen.


Gefunden auf den Christkindlseiten des Kirchenweb.at

von Sieglinde Breitschwerdt


Herzliche Grüße
Anika