Freitag, 22. November 2019

Kurztrip nach Treis-Karden

Mitte Oktober bin ich mit meiner Schwiegermama und Töchterchen nach Treis-Karden an die Mosel gefahren. Wir waren nur für ein paar Tage dort, haben aber jeden Tag etwas Schönes unternommen und uns mit Freunden und Familie getroffen.

Am 15.10. sind wir morgens losgefahren und waren nach knapp 500km nachmittags um halb 5 da.
Abends haben wir einen Verwandtenbesuch gemacht und sind aber ziemlich schnell ins Bett gefallen.

Am nächsten Vormittag sind wir durch den Hunsrück nach Cochem gefahren, die Moselstrasse auf der Eifelseite war nämlich kurz vor Cochem gesperrt.

 Hier liegen die ganzen Fahrgastschiffe, die die Mosel entlang schippern

 Begonnen haben wir mit einem Stadtbummel, bevor wir von der Touristinformation aus mit dem Shuttlebus zur Reichsburg hochgefahren sind.
Faszinierende Geländer - Schlangenköpfe

 Die letzten Meter sind wir zur Burg hochgewandert, mit einem wunderschönen Blick auf Cochem
 Leider war es die ganze Zeit über sehr diesig und regnerisch



Man kann die Reichsburg nur mit einer Führung besichtigen, aber sobald man eine Eintrittskarte gekauft hat, dauert es höchstens 10 Minuten bis zur nächsten Führung.

 Eins der sogenannten Lüsterweibchen. Dieses soll Wünsche erfüllen können, wenn man den roten Bauch berührt. Neunjährige sind ganz schön schwer... musste Töchterchen hochheben, alleine kam sie noch nicht an!

 Blick vom Balkon rund 100 Meter in die Tiefe zur Mosel
 Im Burghof
 Der etwa 50m tiefe Brunnen im Burghof

 Blick vom Burghof auf die Hunsrückseite Cochems


 Einen Elbstone habe ich natürlich auch ausgewildert - wer findet ihn wieder?

Auf dem Rückweg von der Burg fing es noch mehr an zu regnen und wir waren froh, wieder im Bus und später im Auto zu sitzen. Von der Burg aus hatten wir auf einem Berghang eine Achterbahn gesehen - den Freizeitpark Klotten. Den mussten wir uns natürlich auch ansehen, zumindest hinfahren und die Aussicht von der anderen Seite genießen... naja, genießen war es bei dem Wetter nicht wirklich..




 Blick von Klotten auf die Reichsburg

 Diese Achterbahn muss es wohl gewesen sein, die man von der anderen Seite sehen konnte

 Kleiner Abendspaziergang durch Treis auf dem Weg zum Griechen, wo wir verabredet waren.
Blick auf die Brücke und den Ortsteil Karden

17. Oktober - morgens auf dem Weg zum Bäcker - ein toller Fahrradständer, mit Eidechse:


Für den Tag hatten wir uns einen Besuch der Burg Eltz vorgenommen. Wir waren schon früh am Vormittag da und sind mit einem der ersten Shuttlebusse vom Parkplatz zur Burg gefahren.

 Das Eltztal - Töchterchen wollte dort am liebsten auch noch runterwandern...
 ... aber selbst das Burggelände war mit Rollator schon schwierig genug zu bewältigen!

 Eine märchenhafte Burg!

 Verschiedene Baustile, verschiedene Epochen und 3 Familien, die die Burg bauten und bewohn(t)en

 Der Wanderweg zum Parkplatz bzw. durch die Eifel zum nächsten Ort

 Auch hier habe ich einen Elbstone ausgelegt!

 Auch die Burg Eltz besichtigt man mit einer Führung und damit waren wir schon gegen Mittag fertig. So haben wir uns auf dem Parkplatz entschieden, den Rest des Tages zu nutzen und nach Koblenz zu fahren. Am nächsten Tag sollte es schon wieder nach Hause gehen...

 Am Deutschen Eck in Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fließt

 Wir sind auf das Denkmal geklettert und haben uns umgesehen

Anschließend sind wir mit dem Auto auf die anderen Rheinseite auf die Festung Ehrenbreitstein gefahren. Töchterchen hätte ja auch gerne die Seilbahn quer über den Rhein genommen - aber ich glaube, das hätte meine Höhenangst nur wieder befeuert... zumal es eine Gondel mit Glasboden geben soll!!!



 Stadtplan von Koblenz in Brailleschrift

Nachdem wir uns auf dem Außengelände umgesehen hatten und auch mit dem Fernglas Koblenz angeschaut hatten, fing es natürlich wieder an zu regnen. Auf dem großen Platz haben wir dann noch eine interessante Ausstellung gefunden "Hightech Römer". Was man sich darunter wohl vorstellen kann? Wir haben es in den nächsten 2 (ZWEI!) Stunden herausgefunden! Es zeigt die "Modernen" Errungenschaften der Römerzeit. Hier gibt's einen tollen Bericht auf der Seite vom SWR

 Rechenaufgaben mit römischen Zahlen...

 ... die auf die Plätze mit den richtigen Ergebnissen gesetzt werden müssen. Dann soll die "perfekte" römische Stadt entstehen.

 Im Anschluss schön alles wieder in die Fächer räumen, damit der Nächste rechnen kann!

 Es war immer noch nicht wieder trocken, als wir aus der Ausstellung kamen.
Dafür haben wir uns auf dem weitläufigen Gelände etwas verzettelt (naja, verlaufen) und wurden von einem freundlichen Sicherheitsbeamten ausgekehrt ;-) Es war nämlich Feierabend!

Zuhause in der Ferienwohnung haben wir uns ein warmes Essen gekocht, haben die Familie besucht und sind wieder relativ früh ins Bett.

Am 18. Oktober war dann auch schon wieder die Abfahrt in den Norden, es ging wieder viel zu schnell vorbei. Wir sind aber nicht direkt in Richtung Autobahn gefahren, sondern haben einen kleine Abstecher in den Hunsrück gemacht, um beim Schlachter unseres Vertrauens die bestellten Leckereien zu kaufen...
 Blick von einem kleinen Parkplatz auf Treis


 Im Vordergrund Treis, auf der anderen Moselseite liegt Pommern

Insgesamt dauerte die Rückfahrt mit Baustellen, Unfällen und dem üblichen Freitagsverkehr über 8 Stunden - um 20 Uhr waren wir zuhause, inklusive Pausen natürlich!
Beim nächsten Mal wollen wir dann alle zusammen hinfahren und nicht nur eine "Weibertour" machen, obwohl das wirklich lustig war!

Herzliche Grüße
Anika

Mittwoch, 20. November 2019

Nähen für den Kleinsten...

.... Zuwachs unserer Familie! Mein kleiner Neffe kam rund 4 Wochen früher als geplant auf diese Welt. Eigentlich dachte ich, ich hätte noch ordentlich Zeit, um ein paar Klamotten und eine .... oh! Psst! Wird nicht verraten! .... zu nähen, aber dann ging es ganz schnell und mein Bruder brauchte ganz schnell MINIMINI Klamotten. Klar, kann Tante Anika auch:

 Eine Pumphose nach dem Schnittmuster von Lybstes mit Segelbooten
Ein Strampler, ich glaube, aus der Freebook-Kollektion von Mialuna
Eine Hose Benni von Print4Kids


Ein Strampelsack von Kullaloo, aber um ein paar Zentimeter schmaler gemacht, 
weil der Sweat für innen nicht reichte...

Außerdem fehlte der kleinen Familie noch ein kleiner Schlafsack - aber selbst die kleinste Größe vom Pattydoo-Schlafsack war anfangs noch zu groß...

 Da ich von allen maritimen Stoffen nur rollen mit 50cm gekauft hatte, habe ich Vorder- und Rückteil jeweils geteilt. Da alle Stoffe aus einer Serie sind (gekauft auf dem Stoffmarkt im Frühjahr), ist das kein Problem gewesen. Eine Paspel für die Teilung habe ich auch einem Baumwollgarn und einfarbigem Jersey selbst hergestellt.

 Ich habe einen Bettwäsche-Reißverschluss benutzt, der sich leider etwas schlecht ziehen ließ, also habe ich mit einer kleinen "Jerseynudel" nachgeholfen und diese in den Zipper eingezogen.


Am anderen Ende einen kleinen Riegel über den RV

Gefüttert mit einem Baumwollvlies und einfarbigem Jersey (oder war es Sweat?!)

Außerdem habe ich einen ganzen Stapel Spuckitücher aus Musselin genäht - die kann man ja auch nie genug haben. Außerdem gibt's da ja jetzt soooo schöne Farben und Muster auf dem Markt. Es fiel mir ja in EINEM Onlineshop schon schwer, mich zu entscheiden....

Ein tolles Projekt, um das Ecken nähen mit der Overlock zu üben!
Mit nur einer Nadel funktioniert das ja super...

Innerhalb kürzester Zeit waren die 8 Tücher fertig

Der kleine Schatz trägt die Sachen fleißig und ich bekomme regelmäßig ganz süße Bilder zugeschickt. Hoffentlich sehe ich ihn bald mal wieder ;-)

Herzliche Grüße
Anika

Nesteldecken gespendet

Im Frühjahr bin ich einem Aufruf bei Facebook gefolgt und habe zwei weitere Nesteldecken genäht, dieses Mal für einen Spendenaktion von "Ich, meine Nadel und Du - Nähen für den guten Zweck". Es fand ein Eventnähen (Link zu Facebook) statt, bis zum Juni sollten doch bitte die fertigen Decken versendet sein.
Nun haben wir nach einem ereignisreichen Sommer und Herbst die Bestätigung bekommen, daß wir unsere Decken auch zeigen dürfen.

Ich habe mittlerweile zwei Boxen in denen ich zum einen Material und zum anderen fertige Quadrate sammle. Erstmal alles sammeln, was man so an passenden Stoff- und Materialresten verarbeiten könnte. Die Ideen kommen mir, wenn ich die Dinge in der Hand habe. Nur einiges stelle ich dann extra hierfür her, wie zum Beispiel die gehäkelten Teile, unter die man mit der Hand schlüpfen kann.
Wichtig ist ja besonders das Fühlen von unterschiedlichen Materialien, daher habe ich dieses Mal auch ein bißchen Leder von einer ausgeschlachteten Jacke verwendet, das Halstuch aus einer Bäckerei, Teddyplüsch von einer Kinderjacke und die "Teststreifen" einer neuen Overlockmaschine!

 Von links nach rechts und von oben nach unten:
ein halber, grober Reißverschluss, Knöpfe und Bänder
Overlocknähte
ein gehäkeltes Bündchen zum Durchschlüpfen
eine Schleife zum Binden, ehemals ein Halstuch
ein Kissen mit Ringen, Bändern und Karabinern
eine Jeanstasche mit Band und großen Holzperlen
ein Stück Teddyplüsch
Overlocknähte und andere Ziernähte
Wildleder und grober Canvasstoff

Von links nach rechts und von oben nach unten:
Overlock- und Ziernähte
Schlaufen und Bänder zum Fädeln und Schleife binden
ein Häkelschlauch zum Durchschlüpfen
Ziernähte, eine Häkelblüte und ein Knopf
Overlock- und Ziernähte
Ziernähte und Knöpfe
Luftmaschenketten, Metallösen
Jeans mit Wildleder
Overlock- und Ziernähte

Hier dann fertig mit Binding, nach einer Anleitung aus dem Patchworking

 Die Rückseite der ersten Decke

 Die zweite Decke in königsblau eingefasst




Nun sollten die gesammelten Decken - für dieses Eventnähen sind 33 ganz unterschiedliche Decken entstanden - bald übergeben werden und den Patienten hoffentlich viel Freude schenken.

Ich könnte mir vorstellen, auch mit meinen Kids aus den Nähkursen solch eine Decke zu nähen und einer regionalen Einrichtung zu spenden - mal sehen, was wir so schaffen ;-)

Herzliche Grüße
Anika

Sonntag, 13. Oktober 2019

Gigantische Traubenernte 2019

Es hat sich schon früh gezeigt, daß unsere weissen Trauben dieses Jahr wirklich, wirklich viel tragen:



Ende September, nach unserem Wochenend-Urlaub in Berchtesgaden, habe ich erstmal einer Freundin einiges überlassen - ich weiß aber nicht genau, wie viel sie geerntet hat. Und dann habe ich einen Nachmittag lang auf der Leiter gestanden, das Netz wieder abgetüdelt und Eimer für Eimer ins Haus gebracht...

Gewogen mit allem: 13,2kg!!!

 7 Halbliterflaschen aus der ersten Partie im Entsafter....

...und Trauben für noch 2x Entsaften stehen noch hier!

Lustig ist auch, wie unterschiedlich Traubensaft aussehen kann:

links der frische aus 2019
mittig der goldgelbe von 2017
rechts weiß und blau gemischt aus 2018

Mal sehen, wie und ob er weiterverarbeitet oder doch einfach so getrunken wird... Traubengelee ist auf jeden Fall sehr lecker - aber ich hab noch so viel im Schrank aus den vergangenen Jahren ;-)

Außerdem habe ich noch Marmelade aus weißen Pfirsichen gekocht. Pflaumen, Kirschen und Birnen waren dieses Jahr leider nix, sind entweder am Baum vergammelt oder so voller Würmer, daß eine Ernte ehrlich gesagt nicht lohnt....

Himbeeren waren auch wieder schön viele dieses Jahr, die friere ich immer ein für Torten, Marmelade etc.

Herzliche Grüße
Anika

Neues aus den Kindernähkursen

Ich schreibe ja auch immer wieder gerne über meine Nähkurse mit den Kids und was sie dort Schönes fabrizieren. Ende September waren 3 Mädels zum Nähen da, jede hat etwas anderes genäht. Da sie schon lange dabei sind und nicht mehr bei jedem Arbeitsschritt Hilfestellung brauchen, klappt das mittlerweile auch. Ansonsten mache ich gerne EIN Projekt für ALLE, damit ich nicht womöglich vier verschiedene Dinge erklären muss.

An dem Tag war es erst ein Kuscheltier-Delphin...


... und am Ende dann 3 Kuscheldelphine:


Aus einem "Oh kann ich ein Kuscheltier nähen!" wurde "Kannst du mir einen Delphin malen?"
Abgemalt von einem einfachen Ausmalbild aus dem Internet wurden dann diese 3 Kuscheltiere!

Außerdem entstand ein Mäppchen für einen Schulordner für die große Schwester:


Da dieses Mäppchen von M. spontan aus einer Zeitung ausgesucht wurde, hatte ich keine Zeit, es zur Probe zu nähen und zu testen, wo die Schwierigkeiten liegen könnten. Daher sind die Ecken nicht ganz so schön geworden, aber das Mäppchen hat Potential!


Zu guter Letzt hat J. ihre Gürteltasche zuende genäht und einen einfachen Zugbeutel für Pinsel, ebenfalls aus einem Buch, nachgenäht:

Ein Beutelchen mit einfachem Zugband

Und die Gürteltasche, die auch Crossover getragen werden kann!

Da ich seit den Sommerferien auch in der Schule eine Näh-AG betreue, habe ich noch mehr Projekte vorzubereiten und zur Probe zu nähen. Meist mache ich daraus dann gleich eine ausführliche Fotoanleitung, die die Kids dann bekommen.

Das erste Projekt zum Kennenlernen der Nähmaschine und der Grundbegriffe war wieder ein Zugbeutel, dieses Mal aber mit einem etwas anderen Tunnel und zwei gegenläufigen Bändern:


Als nächstes war ein Kissenbezug aus einem Herrenhemd dran. Dieses ist meine Probe aus einem von Schatzis ausrangierten Hemden.

Auch dieses Projekt barg einige Hindernisse, aber da es nur gerade Nähte hat, ist das ein tolles Anfängerstück! Die sogenannte Französischen Naht war nicht so einfach zu bewerkstelligen, wie ich dachte. Diese ist ziemlich einfach zu nähen (links auf links nähen, NZG zurückschneiden, wenden, bügeln und rechts auf rechts noch einmal füßchenbreit drüber nähen) - aber das muss sehr ordentlich und gerade ausgeführt werden, sonst guckt doch nachher etwas Stoff raus, wo er es nicht sollte...


Dann gab es wieder den einen oder anderen Kurs ganz ohne Fotos - auch neue Führerscheine durfte ich ausstellen - und im Oktober ging es weiter mit kleinen Plüsch-Fledermäusen. Die habe ich neulich in einem Buttinette-Newsletter gesehen und sofort umgesetzt.


Hier merkte man dann auch wieder, was die Kids so für besondere Ideen haben. K. wollte unbedingt einen Namen auf die Fledermaus und dachte daran, Buchstaben aus Stoff zu applizieren. Das ging ja schon wegen der Größe nicht. Also habe ich ihr erklärt, daß sie das ja auch in Schreibschrift machen könne und die Buchstaben mit der Nähmaschine im Geradstich näht. "Schreibschrift????" Ja, erklärte ich, ist doch viel einfacher, als jeden Blockbuchstaben einzeln zu nähen, an jedem Strich vorwärts und rückwärts zu nähen... Damit war sie schon überzeugt - und auch die beiden anderen wollten dann unbedingt Namen auf die Bäuche der Fledermäuse nähen! Gesagt, getan - alle 3 haben nun individuelle Namen und wissen nun ansatzweise, wie man nähmalen kann ;-) Der Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt und auch ich lerne mit ihnen oft noch etwas Neues!

Mal sehen, was da noch so für Ideen auf mich zukommen ;-)

Herzliche Grüße
Anika